Hier finden Sie Informationen zu den LEADER-Projekten in der Region:

 

 

Alle bewilligten LEADER-Projekte im Landkreis Neu-Ulm

Radrundtouren

Daten & Fakten

Träger:

Landkreis Neu-Ulm

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten:

65.000 €

beantragte Förderung:

32.500 €

Eigenanteil:

32.500 €

Projektgebiet:

Gesamter Landkreis Neu-Ulm

Umsetzung durch:

Landkreis Neu-Ulm

Partner:

ADFC, Kommunen

voraussichtliche Laufzeit:

2016

LES Handlungsziele:

2.1.1 / 2.1.2

Hintergrund:

Radfahren erfreut sich als Freizeitbeschäftigung immer größerer Beliebtheit. Die Angebote für Radfahrer im Landkreis Neu-Ulm sind jedoch veraltet, so dass das Potenzial des Radtourismus nicht voll ausgeschöpft werden kann. In einem ersten Schritt wurden 2014 - 2015 das Beschilderungskonzept im Landkreis erneuert und Streckenführungen aktualisiert. Nun soll mit den "Radrundtouren" ein qualitativ hochwertiges Rad-Leitprodukt geschaffen werden, das sowohl Einheimische wie Touristen für das Radfahren im Landkreis Neu-Ulm begeistert. Zwar gab es die "Radrundtouren" bereits, doch durch die neue Beschilderung ist eine exakte Streckenführung nicht mehr gegeben. Zudem sollen die neuen Rundtouren an die gewandelten Bedürfnisse der Radfahrer angepasst sein. Angedacht sind neben Rastplätzen und Infotafeln auch E-Bike Ladestationen entlang der Routen.

Projektziele:

Hauptziel des Projekts ist die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Rad-Leitprodukts, das den gewandelten Bedürfnissen der Radfahrer angepasst ist (E-Bikes, digitale Radkarte), den Radtourismus im Landkreis Neu-Ulm stärkt und die Region als Top-Radregion bekannt werden läßt. Damit das Projekt auch nachhaltig hochwertig bleibt, wird eine enge Zusammenarbeit mit dem ADFC stattfinden.

Konkrete Maßnahmen:

  • Konzeption und Anlage von sechs Rundtouren durch den Landkreis.
  • Beschilderung der Touren mit Einhängeschildern.
  • Datenaufbereitung und Digitalisierung.
  • Layout und Druck der Radkarte.
  • Bau von Rastplätzen und Informationstafeln sowie E-Bike Ladestationen entlang der Routen.

Status:

Projekt abgeschlossen.

Meditationsgarten beim Kloster Roggenburg

Daten & Fakten

Träger:                               

Prämonstratenser Kloster Roggenburg

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten:

213.355 €

beantragte Förderung:

106.000 €

Eigenanteil:

107.355 €

Projektgebiet:

Roggenburg

Umsetzung durch:

Träger

Partner:

Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur

Gemeinde Roggenburg

Walderlebniszentrum Roggenburg

Bund Naturschutz - Kreisgruppe Neu-Ulm

LBV

Landesverband Bayerischer Imker e.V. - Kreisverband Neu-Ulm

Dehner GmbH & Co. KG

Helix Pflanzen GmbH

Gardena Deutschland GmbH

Kloster Roggenburg Gastronomie- und Dienstleistung GmbH

voraussichtliche Laufzeit:

2016 - 2017

LES Handlungsziele:

1.1.1

2.1.1, 2.1.2, 2.1.3, 2.2.1, 2.2.2, 2.3.1

3.1.3

4.1.2, 4.3.1

 

Hintergrund:

Das Kloster Roggenburg ist eines der touristischen Highlights im Landkreis Neu-Ulm. Besonders schön ist der barrocke Terrassengarten. Bislang ist der untere Teil der Gärten nicht barrierefrei erreichbar.

Ein Teil des unteren Terrassengartens, der im Moment als Streuobstwiese angelegt ist, soll nun zu einem Meditationsgarten mit einem Efeu-Labyrinth aufgewertet werden. Dieser Labyrinth-Garten soll die klösterliche Spiritualität „Auf dem Weg zur Mitte - zu Gott“ symbolisch und gestalterisch hervorheben, Menschen einladen, zu sich zu finden, Raum für Ruhe und Besinnung geben, ein Ort für Meditation und Einkehr sein oder bei gestalteten Angeboten in der christlichen Erziehung (z. B. Kinderkreuzweg) mitgenutzt werden. Der Meditationsgarten erhält barrierefreie Zugänge. Befestigte Wege für Rollstuhlfahrer, Senioren und Kinderwägen sollen alle Besucher zum „Lustwandeln“ einladen. Ein mehrsprachiges Schilder-/Leitsystem mit Informationstafeln soll aufgebaut werden.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Neuanlage eines Meditationsgartens mit einem Efeu-Labyrinth im unteren Terrassengarten, der diesen zusätzlich nochmals aufwertet. Dieser Gartenteil soll Ruhezonen schaffen und Raum für Erholung oder Gespräche.
  • Die Gartenanlage soll barrierearm werden, so dass alle Menschen – insbesondere Familien, Senioren und behinderte Menschen, diesen nutzen und erleben können.
  • Informations-, Schau- und Lehrtafeln zur Klostergeschichte und den Pflanzen im Garten und um das Kloster stellen für Besucher jederzeit eine frei zugängliche Informationsquelle dar. Als innovativer Ansatz sollen mit Hilfe von QR-Codes Verlinkungen zur Homepage hergestellt und weitere, detaillierte Informationen abgerufen werden können. Die Grundinformationen zum Kloster, zur Klosteranlage und den Gärten werden mehrsprachig (Englisch, Niederländisch, Französisch) angeboten.
  • Zur ressourcenschonenden Bewässerung wird eine gesteuerte Regenwassernutzungsanlage eingebaut.
  • Durch die Ausbildung von Gästeführern soll eine pädagogisch und inhaltlich wertvolle Wissensvermittlung zu Themen der Klostergeschichte und Pflanzenkunde gewährleistet werden.
  • Internetpräsenz, Plakate, Flyer und eine Broschüre tragen dazu bei, die Gartenanlage und das pädagogische Begleitprogramm bekannt zu machen. Vernetzung/Verlinkung mit Maßnahmen Klosterland.Bayern, Donautal Aktiv und den Donauklöstern.

Status:

Projekt abgeschlossen.

Streuobsterfassung in Nordschwaben

Daten & Fakten

Träger:

LAG Monheimer Alb - Altmühl Jura

Einzel- / Kooperationsprojekt:

Kooperationsprojekt

Beteiligte LAGen

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Monheimer Alb – Altmühljura

Wittelsbacher Land

Begegnungsland Lech-Wertach

REAL West

Kosten:

200.000 €

beantragte Förderung:

120.000 € (verteilt auf die vier LAGen)

Eigenanteil:

80.000 € (verteilt auf die vier Partner Landkreise)

Projektgebiet:

Gebiet der LAG Monheimer Alb – Altmühljura mit  dem kompletten Landkreis Donau Ries sowie die Landkreise Neu-Ulm, Aichach-Friedberg und Augsburg

Umsetzung durch:

Fachbüro für Obstbau / Pomologie unter Leitung von Hans Thomas Bosch

Partner:

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Versuchsstation für Obstbau Schlachters

Vertreter der Landkreise Donau-Ries, Neu-Ulm, Aichach-Friedberg, Augsburg

Teilnehmende Kommunen

Obst- und Gartenbauvereine

Gartenfachberater

Baumschulen usw.

voraussichtliche Laufzeit:

2016 - 2020

LES Handlungsziele:

2.2.2 / 4.3.1

Hintergrund:

Bereits in der vergangenen Förderperiode gab es im schwäbischen Raum zwei Projekte zur Streuobsterfassung: Eines im Allgäu und eines in Nordschwaben. In Nordschwaben wurde zwischen 2013 und 2014 im Gebiet der LAGen „Schwäbisches Donautal“ und „ReAL West“ kartiert. Das Gebiet umfasste die Landkreise Günzburg, Dillingen, Augsburg und die Gemeinde Elchingen aufgrund ihrer Mitgliedschaft im Verein Donautal Aktiv. Auch die dem Donautal angrenzenden Gemeinden im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Heidenheim wurden mit erfasst. Bereits in diesem Projekt wurde die Ausdehnung der Erfassung und Kartierung alter, regionaltypischer Streuobstsorten auf den gesamten nordschwäbischen Raum vorgesehen.

Doch warum ist es überhaupt wichtig, alte, regionstypische Apfel- und Birnensorten zu erfassen?

Die Vielfalt an Apfel- und Birnensorten nimmt stetig ab. Vor allem alte, regionaltypische Sorten findet man kaum mehr. Hauptgrund ist, dass Baumschulen sie nicht mehr zum Verkauf anbieten und Baumbesitzer oftmals nicht wissen, welche Apfel- und/oder Birnensorte sie im Garten stehen haben. Folglich gibt es häufig nur noch wenige und dann meist überaltete Bäume alter Sorten.

Dabei sind es doch oftmals diese alten Sorten, die besondere Eigenschaften und damit einen besonderen Nutzen, beispielsweise für Saft, Most, Brennen oder Dörren, aufweisen. Ferner sind die alten Sorten häufig besonders gut an die natürlichen Gegebenheiten der Region (Klima, Boden, etc.) angepasst.

Der Erhalt einer möglichst hohen Sortenvielfalt ist auch für die Forschung wichtig, denn die genetische Vielfalt der alten Sorten ist sowohl für Züchter neuer, widerstandsfähiger Sorten als auch als Genpool von Resistenzen gegen neue Erreger von Pflanzenkrankheiten interessant.

Bei der vorangegangenen Erfassung erfasste man 198 Apfel- und Birnensorten. Davon wurden 32% der Apfel- und 29% der Birnensorten als gefährdet eingestuft. Allein im Landkreis Neu-Ulm sind bereits jetzt vier regionale Streuobstsorten bekannt, die vom Aussterben bedroht sind: Pfaffenhofer Schmelzling (Apfel), Beyerapfel, Weißenhorner Birne und Pfahlinger (Apfel).

Es gibt also einen akuten Handlungsbedarf, in einem ersten Schritt alte, regionaltypische Apfel- und Birnensorten in der Region zu finden, deren Standorte zu kartieren und so ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte der Region zu erhalten.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Erfassen und dokumentieren von seltenen, regionaltypischen, alten Apfel- und Birnensorten.
  • Information der Öffentlichkeit durch Auftaktveranstaltung(en), Presse, Radio- und TV-Berichte.
  • Entwurf und Druck eines vierseitigen Infoflyers zu Projektbeginn.
  • Konzeption und Bereitstellung weiterer Medien zur Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Roll-Up, Poster, Power-Point-Präsentation, Rundbrief, o.ä.).
  • Tätigkeitsbericht 2016 zum Stand des Erhebungsumfangs und Verlaufs der Erfassung, erste Erfassungsergebnisse (ca. 10 Seiten DIN A4), Abgabetermin Januar 2017.
  • Bereitstellung der Erfassungsergebnisse
  •    - in Form eines gedruckten Berichts zum Ende des Projektzeitraums (mind. 60 Seiten DIN A4,     Auflage 25 Stück). Darstellung der Ergebnisse in Fließtext, als Tabellen und Grafiken;
  •    - digital in Luftbildern als shape-Dateien (Dateiformat, das von GIS-Programmen genutzt wird)
  •    - digital als Datenbank in Access und Excel (Standortkoordinaten der kartieren Bäume als Rechts- und Hochwert; Charakterisierung aller erfasster Sorten nach Verwendung, Häufigkeit, Verbreitung und Gefährdung zur Beurteilung ihrer Erhaltungswürdigkeit. Die Charakterisierung erfolgt entsprechend den methodischen Grundlagen, wie sie von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau definiert sind.
  • Aufnahme von maximal 10 ausgewählten, regionaltypischen Apfel- und Birnensorten in den bestehenden Erhaltungsgarten der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters (Kreis Lindau).
  • Projektkonzeption für Folge- und Anschlussprojekte (z.B. Aufbau eines Pflanz- und Schaugartens, Fortführung und Ausdehnung der Erfassungsarbeiten, Erhalt und Vermehrung der gefundenen Sorten, etc.).

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Kinderfeuerwehr Spiel- und Übungsgelände

Daten & Fakten

Träger:                               

Dorfgemeinschaft Nordholz e.V.

Einzel- / Kooperationsprojekt:

Einzelprojekt

Beteiligte LAGen

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten:

101.209,50 €

beantragte Förderung:

49.750, 00 €

Eigenanteil:

51.459,50 €

Projektgebiet:

Marktgemeinde Buch, Ortsteil Nordholz

Umsetzung durch:

Träger

Partner:

Gemeinde Buch

voraussichtliche Laufzeit:

2016 - 2018

LES Handlungsziele:

1.1.1 / 4.3.1

Hintergrund:

Nordholz ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Buch. Zusammen mit Ebersbach kommt Nordholz auf ca. 220 Einwohner. Davon sind ca. 38 bei der Feuerwehr engagiert, dies schließt die Jugendfeuerwehr mit ein. Nordholz hat eine sehr engagierte Dorfgemeinschaft, die ein reges Vereinsleben ermöglicht und so die Lebensqualität im Dorf fördert.

Zu diesen aktiven Vereinen gehört auch insbesondere die Jugendfeuerwehr, die sehr gut etabliert ist. Damit hier der Nachwuchs nicht ausgeht soll zudem eine Kinderfeuerwehr aufgebaut werden.

Zu einer langfristigen Sicherung des Vereinsnachwuchses, insbesondere bei der Feuerwehr, ist es wichtig, dass Nordholz ein attraktiver Wohnort für junge Familien ist. Doch gerade das Angebot für Familien ist in Nordholz begrenzt. Es fehlt an einem Spielplatz, einen Treffpunkt für Kinder, Eltern und Großeltern. Gleichzeitig ist das Interesse an einer Kinderfeuerwehr, als einem weiteren attraktiven Angebot für Familien, sehr groß.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Bau und Anlage des Kinderfeuerwehrspielplatzes.
  • Spielgerät in Form eines Feuerwehrfahrzeugs.
  • Weitere Elemente: Sandsäcke, Wassergraben, bestehender Brunnen soll integriert werden.
  • Anbau an das Gerätehaus der Feuerwehr mit Kinderfeuerwehreinsatzzentrale im 1. OG und Mehrzweckraum im EG.
  • Neue Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr.
  • Ausstattung der Kinderfeuerwehreinsatzzentrale.
  • Rutschstange zum Spielplatz.

Status:

Projekt abgeschlossen.

Illertisser Aromakultur

Daten & Fakten

Träger:                               

Stiftung Gartenkultur

Einzel- / Kooperationsprojekt:

Einzelprojekt

beteiligte LAGen

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten:

137.574,71 €

beantragte Förderung:

65.392,40 €

Eigenanteil:

72.182,31 €

Projektgebiet:

Stadt Illertissen, Gärtnerei Gaissmayer

Umsetzung durch:

Träger

Partner:

Rottaler Aromaöle (Georg Effner)

voraussichtliche Laufzeit:

2017 - 2018

LES Handlungsziele:

2.1.2. / 2.1.3 / 2.3.1 / 2.3.2

Hintergrund:

Das Projekt "Illertisser Aromakultur" schafft die investive Grundlage für einen wichtigen Arbeitsbereich der Stiftuung Gartenkultur  und etabliert das entsprechende Arbeitsfeld durch Bildungsmaßnahmen und Produktentwicklung mit dem Schwerpunkt "Ätherische Öle – Herstellung und Anwendung".

Ätherische Öle begegnen uns heute in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Wir finden sie als Aromastoffe in Lebensmitteln und Getränken sowie als Wirkstoffe in Naturheilmitteln. Diese  flüchtigen, duftenden Stoffgemische gehören zu den wichtigsten Inhaltsstoffen unserer Heil- und Gewürzpflanzen und werden wegen ihrer pharmazeutisch bedeutsamen Eigenschaften in vielen Arzneimitteln eingesetzt. In der Pflege gilt die Aromatherapie als hilfreiche, komplementäre Therapieform. Sie ist mittlerweile auch im klinischen Bereich durchaus etabliert.

Zum Projekt gehört die Vernetzung mit themenrelevanten Projekten des Landkreises Neu-Ulm und der umliegenden Region.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Bau einer Duftwerkstatt mit Glasdestille zur anschaulichen Herstellung von Aromaölen.
  • Anlegen passender Gärten mit entsprechenden Duftpflanzen wie Rose, Tee, Hopfen, etc.
  • Vermittlung von Wissen rund um die Themen Aromatherapie, Kräuter und Gewürze.

Status:

Projekt abgeschlossen.

3D-Bienenkino

Daten & Fakten

Träger:

Landkreis Neu-Ulm

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten:

32.656,15 €

Förderung:

16.264,11 €

Eigenanteil:

16.392,04 €

Projektgebiet:

Bayerisches Bienenmuseum Illertissen

Umsetzung durch:

Landkreis Neu-Ulm

Voraussichtliche Laufzeit:

2017

LES Handlungsziele:

2.1.2 / 2.1.3 / 2.2.1 / 4.3.1

 

Hintergrund:

Die inhaltlich aktualisierte und ausstellungstechnisch moderne Dauerausstellung des neuen Bayerischen Bienenmuseums Illertissen fordert auch neue, zeitgemäße Wege der Besucherinformation. In der Ausstellung erwartet die Einzelbesucher zwei kleinere Filmstationen und eine Mitmach-Station. Eine in der Gruppe erlebbare Information über das Medium „Film“ ist wegen der offenen Räume und aus Platzgründen in der Dauerausstellung nicht möglich. In Anbetracht der mehrfachen filmischen Auseinandersetzung verschiedener Filmemacher mit der Biene und dem Problem des Bienensterbens im Besonderen ist allein schon ein Museums-Kino förderlich, ein 3D-Kino für ein Museum stellt hingegen eine absolute Seltenheit dar.

Mit dem 3D-Bienenkino wird ein weiteres Museumshighlight im Landkreis Neu-Ulm entstehen, das den Landkreis als kulturtouristischen Ort weiter bekannt macht.

Projektziele:

  • Der 3D-Film soll auch jüngere Generationen anziehen.
  • Der pädagogische Anspruch des Films kann durch den Effekt der modernen, lebensnahen 3D-Auflösung verstärkt werden.
  • Das Leben der Bienen und die damit verbundene Problematik des Bienensterbens wird bei einem 3D-Film noch eindringlicher bzw. erfahrbarer und die Welt der Honigbiene für den Besucher sprichwörtlich zum Greifen nah.
  • Die faszinierenden Bilder und die kurzweiligen, informativen Kommentare sollen die Begeisterung an der Biene fördern.
  • Mittels Kino sind auch außerhalb des Museumsbetriebs Veranstaltungen wie Filmvorführungen oder Vorträge in Verbindung mit dem Film möglich.
  • Das Projekt unterstützt das Museumsmotto "Lebendig, lehrreich und lebensnah".

Konkrete Maßnahmen:

Der vorhandene Film titelt: „Die Honigbiene – Das Leben ist kein Honigschlecken“. Der 3D-Bienenfilm wurde von Regisseur und Filmemacher Franz Miller aus Leutkirch im Allgäu über einen Zeitraum von fast zwei Jahren erstellt, ohne Auftrag und aus eigenem Interesse, zusammen mit Natur-, Bienen- und 3D-begeisterten Fachleuten. Der Film wird kommentiert von einem professionellen Sprecher.

  • Finanzierung der Filmrechte.
  • Anschaffung der Hardware wie 3D-fähiger Computer, zwei digitale Projektoren, 3D-Brillen etc.
  • Montage der Hardware.
  • Raumausstattung mit Leinwand und Stühlen.
  • Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakate, Anzeigen schalten).

Status:

Projekt abgeschlossen.

Kinderstadtplan Neu-Ulm

Daten & Fakten

Träger:

Stadt Neu-Ulm

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

11.597,20 €

Kosten (netto)

9745,55 €

Förderung (50% der förderfähigen Bruttokosten):

5.798,60 €

Eigenanteil (brutto):

5.798,60 €

Projektgebiet:

Stadt Neu-Ulm, Stadtteile Wiley / Ludwigsfeld

Umsetzung durch:

Träger

voraussichtliche Laufzeit:

2017 - 2018

LES Handlungsziele:

2.1.3 / 2.2.2 / 4.1.1 / 4.2.3

Hintergrund:

Die Stadt Neu-Ulm ist große Kreisstadt im Landkreis Neu-Ulm. Sie gehört zu den Regionen mit wachsenden Bevölkerungs- und Kinderzahlen und bietet bereits ein vielfältiges Angebot für Kinder. Um die kinder- und familienfreundlichen Strukturen Neu-Ulms zu stärken, gilt es, die Angebote kontinuierlich zu fördern und bekannt zu machen.

Im Jahr 2015 wurde bereits ein Kinderstadtplan für den Innenstadtbereich Neu-Ulms erstellt. Die Planerstellung wurde aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ bezuschusst. Der Plan liegt an öffentlichen Stellen aus und stieß auf sehr positive Resonanz. Es wurde vermehrt der Wunsch an die Stadt herangetragen, einen Kinderstadtplan für weitere Quartiere zu erstellen.

Projektziele:

Zielsetzung des Vorhabens ist es, Kinder aktiv zu beteiligen und sie über relevante Angebote zu informieren. Der Kinderstadtplan ist speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgelegt und in einem kindgerechten Format mit ansprechender und verständlicher Grafik aufbereitet. Er wird unter dem Aspekt der Kinder- und Familienfreundlichkeit entwickelt und soll eine Sammlung aller für Kinder relevanten Angebote und Aktivitäten beinhalten. Weitere Ziele sind:

  • Profilierung Neu-Ulms als Stadt mit attraktiven Angeboten für Kinder und Familien.
  • Marketing für die Stadt als familientouristischer Anziehungspunkt.
  • Förderung des Dialogs zwischen Kommune und Kindern durch Partizipation.
  • Erschließung und Nutzung des Wissens von Kindern in stadtplanerischen Zusammenhängen.
  • Schaffung eines innovativen Beteiligungsformats für Kinder.

Konkrete Maßnahmen:

  • Durchführung von Beteiligungsveranstaltungen mit Neu-Ulmer Grundschülern (Projektvorstellung in den Klassen, Stadtteilrundgang, Nachbereitung).
  • Erarbeitung und Druckdes Kinderstadtplans (Auflage 2.000 Stück).

Status:

Projekt abgeschlossen.

Flusslandschaften in Schwaben - Donau erleben! und Wertach erleben!

Daten und Fakten

Träger:

Bayerische Elektrizitätswerke (BEW) GmbH

LAGen:

Schwäbisches Donautal

Begegnungsland Lech-Wertach

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

818.352,35 €

Kosten (netto)

687.691,05 €

Förderung (60% der förderfähigen Nettokosten):

415.614,63 € (gesamt)

119.658,24 € (Anteil LAG)

Eigenanteil (brutto):

402.737,72 €

Projektgebiet:

Donau in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburgund Dillingen sowie die Wertach im Landkreis Augsburg

Umsetzung durch:

Träger

voraussichtliche Laufzeit:

2017 - 31.10.2020

LES Handlungsziele:

2.1.1. / 5.4

Hintergrund:

Mit der Regulierung der Flüsse Donau und Wertach im 19. Jahrhundert verfolgte man in erster Linie wirtschaftliche Interessen und zielte auf Landgewinnung und einen verbesserten Hochwasserschutz ab. Die Begradigungen hatten langfristig jedoch zur Folge, dass sich die Flüsse zunehmend eintieften und damit auch die Ufer steiler wurden.

Dies hatte Folgen für Mensch und Ökologie am Fluss. Der Zugang zu den Flüssen wurde für den Menschen erschwert bzw. war nicht mehr möglich. Auch war es nicht gewünscht, dass der Mensch den Fluss zur Naherholung nutzte.

Die Ökologie litt bzw. leidet noch immer unter dem Verschwinden von Lebensräumen, beispielsweise in Flachwasserzonen.

Mittlerweile wurde erkannt, dass die Flüsse mehr erfüllen können als rein wirtschaftliche Interessen. So arbeiten nun Wasserkraftwerksbetreiber, Kommunen und weitere Akteure an den Flüssen zusammen, um vergangene "Fehler" zu beseitigen und die Situation an den Gewässern zu verbessern.

Projektziele:

Ziel des Projektes ist es nun, Donau und Wertach mehr Raum zu geben und dadurch die Gewässerstruktur zu verbessern. Die Flüsse sollen für die Menschen wieder zugänglich gemacht und die Gewässer gleichzeitig ökologisch aufgewertet werden.

Konkrete Maßnahmen:

Das gesamte Projekt ist modular aufgebaut, das heißt, die Städte und Gemeinden haben gemeinsam mit der BEW Maßnahmen besprochen und priorisiert. Dabei ist keine Maßnahme von der anderen abhängig, jede Kommune soll im Rahmen des Projekts das verwirklichen, was sie leisten kann und möchte sowie das, was für sie Sinn macht. Folgende Module sind in den einzelnen Städten und Gemeinden vorgesehen:

Stadt Neu-Ulm: Naturnahe Ufergestaltung im Bereich Herbelhölzle.

Gemeinde Elchingen: Lehrpfad

Stadt Leipheim:

  • Flussbegleitender Donauradwanderweg inkl. Rampenbauwerk für Auffahrt auf Uferdam.
  • Ufertreppe mit naturnahem Ufer.

Stadt Günzburg:

  • Uferaufweitung mit Treppenzugang (Naumündung).
  • Dammauffahrt und Neubau Radweg.

Stadt Lauingen:

  • Uferaufweitung mit naturnahem Ufer.
  • Naturnahes Ufer mit Rückverlegung der Uferweg.

 Stadt Höchstädt:

  • Naturnahes Ufer mit Bootsanlegestelle.
  • Studie Brücke.

Gemeinden Hiltenfingen, Großaitingen, Bobingen, Schwabmünchen und Wehringen:

  • Naturnahes Ufer mit Bootsanlegestelle.
  • Infrastrukturmaßnahmen im gesamten Projektgebiet mit Informationstafeln, Beschilderung, etc. sowie Wegebau, wo nötig (insbesondere Leipheim und Günzburg).

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Qualitative Weiterentwicklung DonauTäler und Radwegenetz

Daten & Fakten

Träger:

Regionalmarketing Günzburg GbR- Wirtschaft und Tourismus

LAGen:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

69.819,83 €

Kosten (netto)

63.022,80 €

Förderung (60% der förderfähigen Nettokosten):

36.403.,86 € (gesamt)

1.820,18 € (Anteil LAG)

Eigenanteil (brutto):

33.416.15 €

Projektgebiet:

Premiumradweg DonauTäler

Umsetzung durch:

Träger und Projektgruppe

voraussichtliche Laufzeit:

2018

LES Handlungsziele:

2.1.1. / 2.1.2. / 5.4

 

Hintergrund:

2016 wurde im Rahmen eines chance.natur-Projektes der Radrundweg DonauTäler, in Kooperation des Projektträgers Donautal Aktiv mit den Projektpartnern, den Landkreisen Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm sowie dem Landkreis Heidenheim und der Stadt Langenau, umgesetzt.

Das Projekt beinhaltete folgende Maßnahmen:

  • Streckenentwurf und Beschilderung.
  • Streckenbewertung mit Auflistung von Gefahrenstellen und Übersicht der Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich Streckenbelag.
  • Zertifizierung durch den ADFC für drei Jahre mit vier Sternen.
  • Erstellung eines Radkarten-Sets.

Landingpage www.donautaeler.com mit Verknüpfung zum Tourenportal (Sehenswürdigkeiten und Abieter)

Problemstellung und Handlungsbedarf:

Nach der erfolgreichen 4-Sterne_Zertifizierung des Premiumradweges DonauTäler soll nun in einem weiteren Schritt an der Qualitätsverbesserung des Premiumradweges und des bestehenden Radwegenetzes gearbeitet werden. Das geplante Projektmanagement wird anhand der vom ADFC ermittelten Mängelliste des DonauTäler ein Konzept erstellen, in dem mit den Kommunen verschiedene Möglichkeiten und Einzelmaßnahmen zur Verbesserung am DonauTäler und dem damit verbundenen Radwegenetz erarbeitet werden. Neben der konzeptionellen Arbeit sollen in dieser ersten Phase an zwei bis drei Beispielprojekten, in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommune, die Maßnahmen verdeutlicht und als Startprojekte initiiert werden.

Das Projekt wird als Kooperationsprojekt der LAGen Schwäbisches Donautal, Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm und der LEADER-Brenzregion angelegt. Die Arbeit an der Qualität der Radwege ist für eine Radregion enorm wichtig.

Vier Sterne zu bekommen ist einfacher, als vier Sterne zu halten!

Projektziele:

  • Sicherung der erneuten Zertifizierung des DonauTäler mit mindestens vier Sternen in 2019.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit der beteiligten Landkreise und Partner.
  • Bessere Einbindung der Kommunen, Gastronomen und Beherbergungsbetriebe entlang des DonauTäler in das Projekt.

Konkrete Maßnahmen:

  • Projektmanagement (Konzepterstellung zur Mängelbeseitigung und Gefahrenstellenabbau sowie Untersuchung der Möglichkeit, buchbare Pauschalen am DonauTäler anzubieten (Gepäcktransport, Übernachtung etc.), Koordination und Steuerung des Projekts und des Zusammenwirkens aller Projektbeteiligten, projektbezogen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektcontrolling, …).
  • Ortsnamensschilder entlang der Fahrradwege zur Verbesserung der regionalen Wahrnehmung.
  • Umleitungsschilder mit Klebe-Richtungspfeilen.
  • Weiterentwicklung und Überarbeitung Radkarten-Set DonauTäler.
  • Überarbeitung Episodenkarten (Maßstab, Steigungen, Kilometrierung, Papierstärke, Kunststoffeinband, …).
  • Übersichtskarte
  • Schulungsveranstaltung Kommunen und Bauhöfe zum Thema „Radwegebau und -pflege“.

Im weiteren Verlauf des Projekts (eigener Projektantrag) soll, vor allem unter stärkerem Einbezug von Kommunen, Gastronomen und Übernachtungsanbietern entlang des DonauTälers, die Verbesserung der Infrastruktur entlang des Radwegs angegangen werden. Dazu wird eine Liste möglicher Ausgestaltungselemente erstellt. Die Kommunen und Anbieter entlang des Wegs können zu gegebener Zeit entscheiden, ob und wenn ja welche Elemente sie umsetzen wollen. Zu diesen Elementen könnten gehören:

  • Radabstellanlagen
  • Komposttoiletten am Fahrradweg
  • Neuanlage oder Verbesserung vorhandener Rastplätze mit Ausstattungselementen
  • Panoramaliegen/Panoramaschaukeln, Ruhestationen an Aussichtspunkten
  • Automaten mit Fahrrad-Reparatursets
  • Installation von E-Bike-Ladestationen
  • Regiomat (Kühlautomat mit regionalen Produkten für eine radlerfreundliche Brotzeit)
  • WLAN Hotspots
  • Trinkwasserentnahmestellen

Status:

Projekt abgeschlossen.

Machbarkeitsstudie Spazierwege

Daten & Fakten

Träger:

Donautal Aktiv e.V.

LAG:

Schwäbisches Donautal und Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

14.047,95 €

Kosten (netto):

11.378,84 €

Förderung (60% der förderfähigen Bruttokosten):

7.083 € (3.541,50 € pro LAG)

Eigenanteil (brutto):

6.964,95 €

Projektgebiet:

Roggenburger Forst + Anrainerkommunen

Umsetzung durch:

Fachbüro

Voraussichtliche Laufzeit:

2017

LES Handlungsziele:

2.1.2. / 2.2.2. / 2.3. / 5.4

Hintergrund:

Im Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten haben sich die Anfragen von Städten, Gemeinden und Privatleuten gemehrt, die im Roggenburger Forst Spazierwege ausweisen und beschildern wollen. Die Nachfrage nach Spazierwegen ist groß: Mehr als 90% der Deutschen gehen regelmäßig spazieren. Hoteliers und Kommunen beklagen nun, dass es zwar Wege in den Roggenburger Forst hinein gibt, aber es durch die mangelnde Beschilderung nicht immer klar ist, wo man wieder heraus kommt. Gerade für Spaziergänger und Wanderer von außerhalb ist diese Situation nicht zufriedenstellend.

Problemstellung und Handlungsbedarf:

Für eine dauerhafte Lösung wird ein Gesamtkonzept benötigt, in das zum einen alle Interessenten ihre Vorstellungen einbringen können und das zum anderen zusammenhängende Wegstrecken erfasst und die beste Streckenführung findet. Dadurch, dass es im Projektgebiet noch kein einheitlich und durchgehend ausgeschildertes Spazierwegenetz gibt, bietet sich nun die Gelegenheit, ein qualitativ hochwertiges Spazierwegenetz von Grund auf aufzubauen. Denn auch Spaziergänger legen Wert auf eine schöne Streckenführung und gute, abwechslungsreiche Wege. Daher wird für das Projekt auch eine Zertifizierung als Premium Spazierwanderweg angestrebt. Diese Klassifizierung wird vom Deutschen Wanderinstitut vergeben und soll eine hohe Qualität auf Spazierwegen sicherstellen. Jedoch muss für das Projektgebiet zunächst in einem ersten Schritt ermittelt werden, was im Bereich Spazierwege möglich ist und welche Investitionen für eine Ausweisung und Beschilderung von Qualitäts-Spazierwegen nötig sind. Dies soll eine Machbarkeitsstudie zeigen, an der sich sechs Anrainerkommunen sowie die beiden Landkreise Günzburg und Neu-Ulm beteiligen.

Projektziele und erwartete Ergebnisse:

  • Endbericht als Grundlage für eine Entscheidung über die Ausweisung und Beschilderung von Spazierwegen im Roggenburger Forst.
  • Grobplanung mit ersten Vorschlägen zu möglichen Trassenführungen.
  • Kostenabschätzung für die Umsetzungsphase.
  • Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

Beauftragung eines Fachbüros mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie im Untersuchungsgebiet.

Status:

Projekt abgeschlossen.

Mensch und Natur Oberroth

Daten & Fakten

Träger:

Gemeinde Oberroth

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

160.000 €

Kosten (netto):

129.600 €

Förderung (60% der förderfähigen Bruttokosten):

80.000 €

Eigenanteil (brutto):

80.000 €

Projektgebiet:

Gemeinde Oberroth

Umsetzung durch:

Träger

Voraussichtliche Laufzeit:

2017 - 2018

LES Handlungsziele:

1.1.1 / 2.1.1 / 2.1.3 / 2.2.2 / 2.3.1 / 4.2.3

 

Hintergrund:

Die Gemeinde Oberroth liegt am Fluss Roth. Bereits der Umstand, dass der Name des Gewässers in dem Gemeindenamen beinhaltet ist, zeigt die aktuelle sowie historische Bedeutung des Flusses auf. Die Lebensbedingungen der Gemeindebürger waren und sind auch heute noch teilweise eng mit dem Fluss Roth verbunden (Hochwassersituation, frühere Wasserversorgung, Waschstelle, Viehtränke usw.).  An der vorgesehenen Stelle war zu früheren Zeiten, als noch keine Brücken vorhanden waren, eine Furt über den Fluss Roth.

Bereits seit mehreren Jahren sind in der Gemeinde Überlegungen zur Anlage einer öffentlichen Freizeitanlage bzw. eines Wasserspielplatzes im Ortsbereich vorhanden. In diesem Zusammenhang ging bei der Gemeindeverwaltung im Jahre 2015 auch ein schriftlicher Antrag zur Errichtung eines öffentlichen Kinderspielplatzes ein.

Nach den Vorüberlegungen soll auf der für das Projekt vorgesehenen Wiese an der Roth nicht speziell ein Spielplatz, sondern vielmehr multifunktional ein Generationentreffpunkt mit einer Freizeitanlage (insbesondere Wasserspiele) inkl. integrierten Gesundheits- und Erholungsangeboten (Wassertretbecken, Trinkwasserangebot, Sitzmöglichkeiten usw.) - auch unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Belange (Bienen- Insektenhotel, Störsteine usw.) - geplant bzw. gebaut werden.

Dieser soll für alle Generationen, jedoch insbesondere für behinderte und ältere Menschen, barrierefrei zugänglich gemacht werden. Die Anlage wird ein Treffpunkt und eine Erholungsoase für junge und alte Menschen sein. Den Radfahrern und Wanderern, die auf dem nahe gelegenen Radwanderweg (Bayrisch-Schwäbische-Roth und Römerkastell-Runde führen direkt vorbei) unterwegs sind, kann zu gegebener Zeit eine Rast mit der Möglichkeit zur Erfrischung an der Kneippanlage sowie eine kostenlose Trinkwasserabgabe angeboten werden.

Des weiteren sollen bei dem Projekt sowohl ein pädagogisches Konzept (Erklärung der Wasserkraft bzw. Wasserförderung -Archimedische Schraube-)  sowie ein Naturschutzkonzept (Bienen- und Insektenhotel, Pflanzung von Bienenweide usw.) eingebunden werden. Für die Oberrother Grundschüler besteht dann die Möglichkeit, den Naturkundeunterricht  in dem geplanten Pavillon abzuhalten.  Auch für die Kindergartenkinder bietet der Platz eine tolle Möglichkeit, die Natur hautnah zu erkunden und sich mit dem Wasser zu beschäftigen.

Problemstellung und Handlungsbedarf:

In der Gemeinde Oberroth ist derzeit keine öffentliche Freizeitanlage und insbesondere kein barrierefreier Zugang zum Fluss Roth vorhanden. Aufgrund des Umstandes, dass es in Oberroth keinen Dorfladen bzw. kein Kaufhaus gibt, fehlen Treffpunkte mit Sitzgelegenheiten, insbesondere für Senioren. Die Errichtung einer Freizeitanlage an der Roth, welche aufgrund der Lage auch hochwasserbeständig sein sollte, bedeutet hinsichtlich der vorliegenden Einkommens- und Vermögenssituation für die kleine Dorfgemeinde einen hohen finanziellen Aufwand.

Projektziele und erwartete Ergebnisse:

Ein Hauptziel des Projekts ist es, die Roth für die Bevölkerung, insbesondere für Behinderte und Senioren, zugänglich und erlebbar zu machen. Damit wird ein neuer Treffpunkt geschaffen, der alle Menschen aus Oberroth zusammen bringt (Jung, Alt, mit/ohne Behinderung, mit/ohne Migrationshintergrund). So werden die Möglichkeiten zur Naherholung in Oberroth und damit verbunden die Lebensqualität gesteigert. Als Ergebnis des Projekts wird auf die Stärkung der dörflichen Gemeinschaft (Bürgertreffpunkt sowie durch die Beteiligung der Vereine an der Planung sowie am Unterhalt der Anlage (z.B. Kneippanlage, Insektenhotels, etc.) abgezielt.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist, alle Gäste zur Rast einzuladen, da das Gebiet direkt an der neuen Radrundtour „Römerkastellrunde“ und dem Radwanderweg Bayrisch-Schwäbische Rot gelegen ist.  Das Projekt trägt somit gleichzeitig zur Aufwertung eines anderen LEADER-Projekts bei.

Neben den Zielen zur Daseinsvorsorge und dem Tourismus spielt im Projekt auch der Bildungsaspekt eine wichtige Rolle. Angedacht ist, den Platz so zu gestalten, dass ein pädagogisches Konzept eine Wissensvermittlung zu den Themen Wasserkraft (Archimedische Schraube) sowie Flora & Fauna ermöglicht. Selbst eine gesundheitsfördernde Maßnahme (Kneippbecken) ist im Projekt enthalten.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Schaffung von Flachwasserzonen, die als Flutmulden und Erlebniszonen dienen.
  • Verlegung des Bachbetts in eine Schleife, um die Fließgeschwindigkeit zu verlangsamen. Die Zugänge zum Wasser werden über Natursteinfelstreppen und eine behindertengerechte Rampe gestaltet.
  • Anlage eines naturnahen Spiel- und Wasserspielplatzes (mit Pumpschnecken, Spritze, Archimedischer Schraube, Tretrad, etc….).
  • Begehbarmachung des Bachlaufs über Schrittfelsen.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Neue Heimat Landkreis Neu-Ulm - Ein Integrationskonzept für die Region

Daten & Fakten

Träger:

Landkreis Neu-Ulm

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

21.420  €

Kosten (netto)

18.000  €

Förderung (50% der förderfähigen Bruttokosten):

9.000 €

Eigenanteil (brutto):

12.240 €

Projektgebiet:

Landkreis Neu-Ulm

Umsetzung durch:

Träger und Fachbüro

voraussichtliche Laufzeit:

2017 - 2018

LES Handlungsziele:

3.2.1 / 3.2.2 / 4.1.2 / 4.2.2

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Laut BAMF kamen 2015 rund 1,1 Millionen Schutz­suchende nach Deutschland. Die EU Kommission schätzt die Zahl der Asylbewerber in Europa bis Ende 2017 auf drei Millionen. Die Integration in Beruf, Schule, gesellschaftliches Leben und Nachbarschaft sind die Top Heraus­forderungen, vor der jede Kommune steht. Bisher wird improvisiert. Meist fehlt ein Handlungskonzept, das gemeinsame Ziele und Projekte definiert und auf einer breiten Akzeptanz in den politischen Gremien wie in Institu­tionen und Gesellschaft basiert.

 

Ein vergleichbares Projekt hat bereits im Landkreis Landsberg am Lech stattgefunden. Hier fand am 8./9. Juli 2016 eine Integrationskonferenz statt. In der zweitägigen Klausur haben die Teilnehmer Schwerpunkte herausgearbeitet, Entwicklungsziele für die einzelnen Handlungsfelder definiert und einen Maßnahmenkatalog zur Realisierung der Ziele erarbeitet. Neben der sachlichen Diskussion bot die Konferenz auch Raum für persönliche Gespräche. Verschiedenste Vertreter aus den Helferkreisen, Vertreter aus Institutionen, wie Agentur für Arbeit und Jobcenter, Asylsuchende und Kommunalvertreter tauschten sich aus und lernten die unterschiedlichen Sichtweisen kennen.

 

Das Resümee der Teilnehmer war durchwegs positiv und der Landkreis hat nach den beiden Tagen der Integrationskonferenz bereits wichtige Impulse gewinnen können, um die enormen Herausforderungen, die die Integration von Flüchtlingen mit sich bringt, anzugehen.

 

Auch der Landkreis München erarbeitet derzeit einen „Integrationsfahrplan für Flüchtlinge“ als zeitlich vorgezogener Teilbereich eines allgemeinen Integrationskonzeptes. In die Erstellung sind alle mit der Integration befassten Stellen im Landratsamt eingebunden. Mit einem Beteiligungsprozess sollen die Vorstellungen und Standpunkte der Asylbewerber, Gemeinden, Helferkreise, freie Träger, Politik und Zivilgesellschaft abgefragt werden. Geplant ist, das Konzept möglichst noch vor der Sommerpause 2017 in die politischen Gremien zur Abstimmung zu bringen, um zeitnah mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen beginnen zu können.

 

Eine ähnliche Vorgehensweise plant auch der Landkreis Neu-Ulm. Den Startschuss soll die Integrationskonferenz geben.

 

Problemstellung und Handlungsbedarf

Der Landkreis Neu-Ulm hat insgesamt rund 170.000 Einwohner. Die Zahl der gemeldeten Ausländer beträgt insgesamt 25.093. Die meisten Ausländer kommen aus der Türkei. Weitere Hauptherkunftsländer sind Rumänien, Italien, Kroatien, Polen, Ungarn, Syrien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, Serbien, Österreich, Afghanistan, Russische Föderation, Irak, Pakistan, USA, Spanien und Ukraine.

Derzeit leben 1.239 Asylbewerber im Landkreis Neu-Ulm. Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der Flüchtlingssituation von 2012-2017 auf.

Damit Integration gelingt, braucht es das Zusammenspiel Vieler. Hier spielen nicht nur der Spracherwerb und die Integration ins Arbeitsleben eine große Rolle, auch die Fragen nach Wohnraum, Sicherheit und Wertevermittlung gilt es zu beantworten.

Viele Kommunen versuchen in ihrem Wirkungskreis dieser Situation durch die Einrichtung von Integrationsbeauftragten Rechnung zu tragen. Wichtig ist jedoch nicht nur, eine „Stelle“ zu schaffen, sondern diese mit einem Handlungskonzept auszustatten, das gemeinsame Ziele und Projekte definiert und auf einer breiten Akzeptanz in den politischen Gremien wie in Institutionen und Gesellschaft basiert. Die Erfahrungen und Bedarfe „an der Basis“ sollten in eine staatliche Integrationspolitik eingebunden werden. Ein Ansatz nach dem Gegenstromprinzip „top down“ und „bottom-up“ könnte zur Befruchtung beider Ebenen beitragen.

In dieser Situation sollte eine Kommune (ob auf Gemeinde- oder Kreisebene) Handlungssicherheit schaffen und mit einer möglichst großen Zahl von Betroffenen, Entscheidungsträgern und Multiplikatoren die zukünftige Entwicklung auf eine gemeinsam getragene strategische Grundlage stellen.

Hierzu gehören:

  • Dialog und Einbindung unterschiedlicher Interessensgruppen
  • Ein Bild, wie Integration die nächsten 10 Jahre gelingen kann
  • Strategien der zukünftigen Entwicklung
  • Handlungskatalog zur Umsetzung
  • Fahrpläne für konkrete Projekte
  • Klare Messkriterien zur Erfolgsbewertung
  • Akzeptanz bei Multiplikatoren und der Bevölkerung

 

Der Landkreis Neu-Ulm ist nun gefordert, eine auf seine Gegebenheiten hin angepasste Integrationsstrategie mit Umsetzungsmaßnahmen und Projektfahrpläne „Wer? macht WAS? bis WANN?“ zu entwickeln. Beteiligung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit der Integrationskonferenz will der Landkreis hierfür die Basis schaffen.

 

Projektziele und erwartete Ergebnisse

Als Resultat der Integrationskonferenz entstehen:

  • Stärkung des Dialogs und die Einbindung unterschiedlicher Interessensgruppen.
  • Ein Bild, wie Integration die nächsten 10 Jahre gelingen kann.
  • Strategien der zukünftigen Entwicklung.
  • Handlungskatalog zur Umsetzung.
  • Fahrpläne für konkrete Projekte.
  • Klare Messkriterien zur Erfolgsbewertung.
  • Akzeptanz bei Multiplikatoren und der Bevölkerung.

 

Konkrete Maßnahmen im Projekt

  • Definition der zu bearbeitenden Handlungsfelder
  • Abgewogene Zusammenstellung der einzuladenden "Interessengruppen" und Teilnehmer
  • Akquisition und Motivation der Teilnehmer
  • Anpassung der Konzeption an die Bedarfsstruktur vor Ort
  • Moderation und Dokumentation der Veranstaltung
  • Kommunikation der Ergebnisse an Nicht-Teilnehmer
  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die weitere Vorgehensweis
  • Erstellung eines Integrationskonzepts für den Landkreis Neu-Ulm auf Basis der Ergebnisse der Integrationskonferenz

 

Der Bericht zur Zukunftswerstatt "Integration" kann hier eingesehen werden.

Status: bewilligt, Umsetzung läuft

Zeitreise durch Bellenberg

Daten & Fakten

Träger:

Gemeinde Bellenberg

LAG:

Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):

55.000  €

Kosten (netto)

46.218,49  €

Förderung (50% der förderfähigen Bruttokosten):

23.109,25 €

Eigenanteil (brutto):

31.890,75 €

Projektgebiet:

Gemeinde Bellenberg, gesamtes Gemeindegebiet

Umsetzung durch:

Träger

voraussichtliche Laufzeit:

2018 - 2020

LES Handlungsziele:

HZ 2.1.3 / 2.2.2

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Bellenberg als Gemeindegebiet verfügt über eine abwechslungsreiche Geschichte, welche bis in die Steinzeit zurückdatiert werden kann. Die wechselnden, mitunter recht außergewöhnlichen Herrschaftsverhältnisse prägten zu allen Zeiten das Ortsbild immer wieder neu. Wie die große Resonanz auf geschichtliche Aufarbeitung, z.B. durch Ausgrabungen, Vorträge und Führungen zeigt, besteht ein starkes Interesse an einer dauerhaften Dokumentation.

 

Problemstellung und Handlungsbedarf

Leider sind viele geschichtliche Besonderheiten oft nur noch auf den zweiten Blick im Ortsbild erkennbar. Die Geschichte Bellenbergs droht im Dunkel der Vergangenheit zu verschwinden. Immer mehr nicht geschützte historische Häuser werden zu Abrissopfern. Die Zeitzeugen-Generation von Zuwanderern, welche noch im vergangenen Jahrhundert die Einwohnerzahl Bellenbergs nahezu verdoppelten, wird in absehbarer Zeit aussterben. Ihr Wissen und ihre Eindrücke könnten durch dieses Projekt der Nachwelt erhalten bleiben.

 

Projektziele und Erwartete Ergebnisse

Auf einem Rundgang durch den Ort sollen sich interessierte Besucher anhand von Stelen und Website-Links umfassend über die Historie Bellenbergs informieren können. Bilder und Pläne sollen die Entwicklung des Dorfes, Veränderungen im  Ortsbild und die Entstehung von Bräuchen und Lebensart der Bewohner Bellenbergs aufzeigen. Im Idealfall wird dadurch ein Geschichtsbewusstsein geschaffen, das zum Verstehen heutiger Gegebenheiten beitragen kann. Nicht nur die Entwicklungsgeschichte Bellenbergs, sondern die des gesamten Illertals, kann durch dieses Projekt dokumentiert werden, da immer auch Analogien zu umliegenden Gemeinden und deren Geschichte vorhanden sind.

Firmen, Gasthäuser und Vereine, die einen Teil der Historie Bellenbergs präsentieren, könnten mithilfe der geplanten geschichtlichen Aufarbeitung eine tiefere Verbundenheit zur Gemeinde entwickeln. „Das Beste was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt“ so einst Goethe, der hoffentlich auch einmal in Bellenberg war. Die Chancen dafür stehen bei diesem Globetrotter jedenfalls sehr gut ;)

 

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Geplant ist die Errichtung von 14 Stelen, welche insgesamt 14 Themen der Bellenberger Geschichte mittels Texten, Bildern, Skizzen, Comics und weiterführenden Links dokumentieren. Hier gelangen Sie zur Webseite des Rundweges.

12 dieser Stelen sind in einem Rundweg erschließbar, ergänzt durch zwei Sonderstelen: Die 13. Stele befindet sich als zusätzliche Station auf dem Schlossberg. Die 14. Stele befindet sich etwas außerhalb von Bellenberg, gegenüber dem Eichenhof. Nahezu alle Orte sind somit problemlos barrierefrei zu erreichen. Folgende Themen sollen durch die Stelen dargestellt werden:

 

Stele Nr.          Thema

1          Mittendrin – Beginn einer Zeitreise

2          Herrschaftszeiten – daran erkenn ich einen Pappenheimer

3          Das geteilte Dorf – ein Drittel Laupheim, zwei Drittel im Wandel

4          Kirche und Schule – Herz und Hirn des Dorfes

5          Bauernhäuser und Bauernleben – von dem, was überdauert hat

6          Neue Kirchen, neuer Friedhof – Katholisch, Protestantisch, und als der Gottesacker noch ein Acker war

7          Bellenberger Vereinsleben – Der Bär von Bellenberg & mehr

8          Produkte aus Bellenberg – Fußbälle, Ziegel & Co.

9          Vertriebene – eine neue Heimat

10        Die Mühle und der Bach – Lebensnerv einer Gemeinde

11        Der Bahnhof – Anschluss an die Welt 

12        Feierlichkeiten – wilde Wirtshäuser und wichtige Waldfeste

13        Burg und Berg – geschleift, verbrannt, verwüstet

14        Achäologie – Unter unserer Erde

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Mitfahrbänke Nersingen

 

Träger:                                   Gemeinde Nersingen

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     14.800,00 €

Kosten (netto):                      12.436,97 €

Beantragte Förderung (50% der Nettokosten): 6.218,49 €

Eigenanteil:                            8.581,51 €

Projektgebiet:                        Gemeinde Nersingen, Oberelchingen

Umsetzung durch:                  Träger

Partner:                                  Seniorenunion Elchingen

Voraussichtl. Laufzeit:            2019

LES-Handlungsziel/e:             HZ 1.3.2 / HZ 4.3.1

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Die Mobilität im ländlichen Raum stellt Menschen und Gemeinden vor große Herausforderungen. Ärzte und  Apotheken, Theater, Wochen- und Supermärkte sowie weiterbildende Schulen liegen in den größeren Zentren und sind aus den Teilorten meist nur motorisiert zu erreichen. Doch auch im ländlichen Raum verfügen knapp 9 % der Haushalte über keinen PKW.  Gründe hierfür sind vor allem Kosten sowie Gesundheits- und Altersgründe. Um entfernte Ziele wie den Wochenmarkt oder den Arzt zu erreichen, bleibt dann nur die Mitnahme durch Bekannte, das Fahrrad oder der öffentliche Nahverkehr. Durch Alter und Krankheit ist das Fahrrad für viele jedoch keine Option und das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ist vor allem in den Ortsteilen oftmals eingeschränkt.

Mitfahrbänke können hier eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot sein. Das Prinzip ist simpel: An den Ortsausgängen der Durchfahrtstraßen werden Sitzgelegenheiten/Parkbänke errichtet. Neben den Bänken befindet sich ein Hinweisschild, mit Logo als Erkennungsmerkmal und einer kurzen Erklärung. Durch das Sitzen auf der Bank wird vorbeifahrenden Autos signalisiert, dass der Wartende zum Nachbarort mitgenommen werden will. Wenn der Fahrer anhält, wird sich über das genaue Fahrziel ausgetauscht und Fahrer und Mitfahrer können entscheiden, ob sie gemeinsam fahren wollen. Da man sich im ländlichen Raum oft noch persönlich oder zumindest vom Sehen kennt, ist die Bereitschaft zur Mitnahme oftmals höher als bei anonymen Fahrten per Anhalter. Deshalb ist hier das Konzept der Mitfahrerbank besonders geeignet.

Dieses relative neue Konzept einer ergänzenden Mobilitätslösung wurde erstmals im Jahr 2014 von der Verbandsgemeinde Speicher im Eifelkreis Bitburg-Prüm umgesetzt. Inzwischen gibt es aber auch Mitfahrbänke in einigen anderen Gemeinden, wie Bünsdorf in Schleswig-Holstein und im Raum Karlsruhe. In Leutkirch wird das Konzept seit Dezember 2016 erfolgreich umgesetzt.

Insbesondere durch das Projekt in Leutkirch wurde der Gemeinderat Nersingen auf die Idee der Mitfahrbänke aufmerksam, um damit eine flexible und umweltfreundliche Anbindung der Ortsteile an den Hauptort zu gewährleisten. Da die Mitfahrbänke sowohl sozialen, ökologischen als auch ökonomischen Aspekten gerecht werden, entwickelte sich schnell eine Zusammenarbeit zwischen der Agenda 21 Beauftragten Frau Anja Mayer-Ley und Klimaschutzmanager Benjamin Buck bei der Umsetzung des Projektes.

 

Problemstellung und Handlungsbedarf

Nersingen im Landkreis Neu-Ulm ist beispielhaft für eine ländliche Region. Die ca. 9300 Einwohner sind auf den Hauptort, sowie die Ortsteile Straß, Leibi, Unterfahlheim und Oberfahlheim verteilt. Die wichtigsten Versorgungs- und Mobilitätspunkte, wie Apotheken, Ärzte, Supermärkte, Verwaltung und Bahnhof befinden sich jedoch fast ausnahmslos im Hauptort Nersingen. Gleichzeitig ist die Anbindung der Ortsteile über den ÖPNV nur unzureichend. Dieser Umstand verstärkt sich an Wochenenden und Feiertagen. Da das einzige Nersinger Taxiunternehmen Jensch zudem im Jahr 2018 seinen Betrieb altersbedingt beenden wird, sind weitere Einschränkungen absehbar. Daraus resultiert ein konkreter Handlungsbedarf für die Schaffung einer alternativen Mobilitätslösung.

 

Projektziele und Erwartete Ergebnisse

Ziel des Vorhabens ist es, das Konzept der Mitfahrbänke auch in der Gemeinde Nersingen zu etablieren. Mit vergleichsweise geringem Aufwand, soll so eine niederschwellige, ergänzende Mobilitätslösung entstehen, um die Ortsteile mit dem Zentrum zu verbinden. Durch das inklusive Konzept können davon alle Bürger der Gemeinde, egal ob jung oder alt, profitieren. Das Konzept ist dabei inklusiv und richtet sich an alle Bürger der Gemeinde, egal ob jung oder alt.  Insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen profitieren davon. Durch interessante Begegnungen und Gespräche soll zudem die Gemeinschaft innerhalb der Gemeinden gestärkt und die Möglichkeit für die Vermittlung von dauerhaften Mitfahrgelegenheiten geschaffen werden. Da sich im Ortsteil Unterfahlheim ein Wohnheim für Asylbewerber befindet, ist hier sicherlich in besonderem  Maße ein Bedarf vorhanden. Durch die Effizienzsteigerung im Individualverkehr werden zudem positive Effekte für Natur und Umwelt erwartet.

Um den Erfolg des Projektes und die Etablierung der Mitfahrbänke zu gewährleisten, ist es wichtig, dass alle Akteure über das Projekt informiert werden. Deshalb soll frühzeitig auf das Vorhaben aufmerksam gemacht werden. Hierzu wird das Projekt beispielsweise auf dem Seniorentag Nersingen und auf dem Regionalmarkt vorgestellt. Durch regelmäßige Berichterstattung im Gemeinderat wird es weiter in die Öffentlichkeit getragen. Pressearbeit, das Veröffentlichen von Artikeln im Mitteilungsblatt und das gezielte Verteilen von Flyern finden parallel statt. Eine einheitliche und ansprechende Designsprache der Bänke, Schilder und Flyer sorgt für eine schnelle Wiedererkennung und Etablierung der Bänke im Ortsbild.

Da außer den einmaligen Investitionskosten keine weiteren Kosten anfallen, ist der dauerhafte Betrieb der Bänke sichergestellt. Eventuelle Wartungs- und Pflegearbeiten werden von der Gemeinde übernommen.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Für die Umsetzung des Projektes wurde bereits ein Projektteam bestehend aus der Agenda 21 Beauftragen Frau Anja Mayer-Ley und dem Klimaschutzmanager Benjamin Buck gebildet. So sollen Kräfte gebündelt und Synergien geschaffen werden. Folgenden Maßnahmen werden dabei für die Umsetzung der Mitfahrbänke ergriffen:

In einem ersten Schritt werden die geeigneten Standorte der Bänke ermittelt, sowie die benötigte Anzahl ermittelt. Geplant ist eine Bank in jedem Ortsteil, sowie eine Zentrale Bank im Zentrum, die die Rückkehr zum Ausgangspunkt ermöglicht. Bei den konkreten Standorten gilt es einige Punkte zu beachten: Die Bänke sollten an einer gut befahrenen Straße liegen, die im Idealfall zu einem Großteil von Nersinger Bürgern genutzt werden. Die Bänke in den Ortsteilen müssen dabei in Fahrtrichtung Nersingen angebracht werden. Das Vorhandensein einer sicheren Haltemöglichkeit gewährleistet, dass andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer und Fußgänger nicht gefährdet werden. Eine gute Einsehbarkeit der Bänke gibt Fahrern genügend Bedenkzeit um sich für das Halten oder Weiterfahren zu entscheiden. Das betreffende Grundstück sollte sich zudem in Besitz der Gemeinde befinden, um eine rasche und kostengünstige Errichtung der Bänke zu gewährleisten. Nachdem eine Liste an potentiell geeigneten Standorten erstellt wurde, werden diese auf der Verkehrsschau am 25. April 2018 bezgl. ihrer Eignung überprüft und die endgültige Auswahl wird getroffen. In einem nächsten Schritt wird ein „Prototyp“ der Mitfahrbank erstellt. Diese besteht aus der Bank selbst, einem Haltestellenschild und einer Informationstafel. Hierzu gilt es Entscheidungen über Art der Bank, Farbe, Design, Text und Befestigungsart zu treffen. Hierbei soll ein einheitliches Design mit einem gut erkennbaren Logo zu Einsatz kommen. Dieses Design wird dann auch für die Flyer zur Bewerbung verwendet. Von diesen werden in einer ersten Auflage 500 Stück  gedruckt. Das Aufstellen der Bänke wird entweder vom Bauhof Nersingen oder durch eine externe Firma übernommen. Zeitnah findet schließlich die offizielle Einweihung statt. Durch medienwirksames Auftreten soll die Öffentlichkeit zusätzlich animiert werden, sich zu beteiligen.

 

 

Unterstützung Bürgerengagement

 

 

Träger:                                   Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm e.V.

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     27.500,00 €

Kosten (netto):                      32.725,00 €

Beantragte Förderung:          20.000,00 €

Eigenanteil:                             2.000 € (Anteil LAG)

                                              10.725 € (Anteil Maßnahmenträger)

Projektgebiet:                        Landkreis Neu-Ulm

Umsetzung durch:                 Träger

Partner:                                 Lokale Akteure aus der Region

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 2020

LES-Handlungsziel/e:           

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiges Grundprinzip des LEADER-Ansatzes. Bürger sollen ihre Heimat gestalten,  um eine nachhaltige ländliche Entwicklung zu ermöglichen. Hauptakteure sind die unzähligen Ehrenamtlichen in der Region, die sich tagtäglich für ein gutes Miteinander einsetzen. Um die Arbeit von Ehrenamtlichen in der Region zu unterstützen, braucht es oftmals nur kleine Maßnahmen, kleine Investitionen, die dann durch das Engagement vor Ort mit Leben gefüllt werden und großen Nutzen entfalten.

Mit dem Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ hat das Land Bayern zum ersten Mal ein Instrument geschaffen, mit dem es Lokalen Aktionsgruppen ermöglicht wird, einen Teil der LEADER-Mittel für kleine Einzelmaßnahmen in ihren Regionen direkt einzusetzen.

Problemstellung und Handlungsbedarf

Kleine, bürgerbewegte Maßnahmen lassen sich meistens nicht über ein normales LEADER-Projekt realisieren, da diese Maßnahmen die Bagatellgrenze von mindestens 3.000 € LEADER-Förderung nicht erreichen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein LEADER-Projekt erst ab einer Investitionssumme von 6.000 € netto förderfähiger Kosten zustande kommen kann. Kleinere Projekte konnten bisher nicht gefördert werden. Somit waren viele ehrenamtliche Akteure, die den LEADER-Ansatz in der Region leben, von einer LEADER-Förderung ausgeschlossen.

Dieser Problemstellung nimmt sich nun das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ an. Hierüber können Maßnahmen gefördert werden, die einen maximalen Zuschuss von 2.500 € erhalten. Förderhöhe, Fördersatz und weitere Regeln legt dabei jede LAG für sich fest.

Projektziele und Erwartete Ergebnisse

Mit dem Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ soll in erster Linie das Ehrenamt in der Region gestärkt und gewürdigt werden.

Daneben soll mit dem Projekt der Bekanntheitsgrad der LAG und die Möglichkeiten der LEADER-Förderung gesteigert werden. Lokale Akteure, die über das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ positive Erfahrungen mit LEADER gemacht haben, wissen in Zukunft über die Möglichkeit der Förderung, auch für größere Maßnahmen.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Unterstützung von Maßnahmen ehrenamtlicher Akteure in der Region nach folgenden Regeln:

  • Die Maßnahme muss mindestens zu einem Handlungsziel der LES passen.
  • Jede Maßnahme wird mit max. 2.000 € unterstützt.
  • Der Fördersatz liegt bei 80% der Nettokosten. 20% und die Mehrwertsteuer müssen vom Maßnahmenträger finanziert werden.
  • Pro Akteur kann die Unterstützung bis Ende 2020 nur für eine Maßnahme gewährt werden. Sollte nach 2020 noch Geld im Topf sein, können Akteure, die bereits eine Unterstützung erhalten haben, weitere Maßnahmen einreichen.
  • Unterstützungsanträge werden in jeder LAG-Sitzung behandelt.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

DONAUTÄLER 2.0 – UMSETZUNG DER INFRASTRUKTURELLEN QUALITÄTSVERBESSERUNG AM DONAUTÄLER UND RADWEGENETZ SCHWÄBISCHES DONAUTAL

Träger:                                   Regionalmarketing Günzburg GbR

LAG:                                       Schwäbisches Donautal, Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     328.782,61 €

Kosten (netto):                      276.287,91 €

Beantragte Förderung           165.772,75 €, davon entfallen 39.398,71 € auf die LAG

(60% d. ff. Nettokosten):       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm und 126.391,19 € auf die LAG Schwäbisches Donautal

Eigenanteil:                           163.009,86 €/10.725,00 € (Anteil Maßnahmenträger)

Projektgebiet:                        Die kompletten Landkreise Günzburg, Dillingen, Neu-Ulm, Landkreis Heidenheim und Stadt Langenau im Bereich des DonauTäler

Umsetzung durch:                 Träger

Partner:                                 41 Kommunen und touristische Leistungsträger im Projektgebiet

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 2021

LES-Handlungsziel/e:            2.1.1 / 2.1.2 /  5.4

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

In der Region findet sich mittlerweile eine Vielzahl von attraktiven, durchwegs ausgeschilderten und zum Teil klassifizierten Radwegen. Die steigende Beliebtheit des Schwäbischen Donautals und des Landkreises Neu-Ulm bei Radtouristen zeigt sich nicht nur in steigenden Übernachtungszahlen, sondern auch im starken Absatz der verschiedenen Radkarten auf Messen und sonstigen Veranstaltungen. Die Region hat mit der Neubeschilderung des Radwegsystems und der Ausweisung der sechs Radrundtouren die ersten wichtigen Schritte getan, um eine Top-Destination für Radtouristen zu werden.

Problemstellung und Handlungsbedarf

Nun geht es darum, diese Grundlagen qualitativ zu verbessern und den Gästen – aber auch den Einheimischen, die die Radwege zur Naherholung und für Alltagsfahrten nutzen – ein rundum gutes Raderlebnis zu bieten. Dazu sind Verbesserungen in der Radwegeinfrastruktur nötig.

Projektziele und Erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes ist es, mit verschiedenen Modulen die Aufenthaltsqualität an den Radwegen in der Region zu verbessern. Davon erwarten sich die Projektverantwortlichen mehr Radfahrer in der Region. Dabei sind sowohl Gäste als auch Einheimische angesprochen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist, die vier-Sterne Zertifizierung des DonauTäler zu halten. Die Nachzertifizierung steht 2019 an. Die Qualität der Radwegeinfrastruktur spielt hierfür eine Rolle.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Das Projekt ist so aufgebaut, dass interessierte Kommunen und touristische Leistungsträger entlang des Radwegenetzes aus einem „Katalog“ Module auswählen können, die sie dann am Radweg aufstellen. Diese Module sind:

  • Brotzeitinseln
  • Panoramaliegen
  • Panoramaschaukeln
  • Sitzbänke
  • Rastplatzüberdachungen
  • Fahrradbügel in Metall oder Holz
  • Fahrradboxen
  • E-Bike Ladestationen
  • Trinkwasserbrunnen
  • Komposttoiletten
  • Outdoor-Fitnessgeräte

Eine detaillierte Übersicht der Module und des Projektaufbaus finden Sie unter www.familien-und-kinderregion.de/service/internes/

Im Rahmen des Projekts werden die Module, nach Bestellung der Projektpartner, angeschafft.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Dorfladen Witzighausen

Daten & Fakten

Träger:                                   Betreibergesellschaft Dorfladen Witzighausen

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     274.847,57 €

Kosten (netto):                       230.964,34 €

Beantragte Förderung             69.289,30 €

(30% d. ff. Nettokosten):

Eigenanteil:                            205.558,27 €

Projektgebiet:                        Stadt Senden, OT Witzighausen

Umsetzung durch:                  Träger

Partner:                                  Bürger von Witzighausen als Gesellschafter

                                               Wolfgang Gröll, newWAY als Unternehmensberater

Voraussichtl. Laufzeit:             2019 - 2020

LES-Handlungsziel/e:             1.1.1 / 1.2.1 / 3.3.1

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Der Wandel der Dörfer birgt viele Herausforderungen für die Zukunft. Vor allem die demographischen Veränderungen lassen den Anteil der älteren Bevölkerungsgruppe und damit die Zahl der immobilen Menschen ansteigen. Damit sind erreichbare Angebote vor Ort notwendig. Darüber hinaus sind Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen, damit ein Zusammenhalt in den Dörfern bestehen bleibt. Weiter gilt es, das Einkaufen vor Ort möglichst attraktiv zu gestalten, damit der Dorfladen auch wirklich vom Dorf genutzt wird.

Problemstellung und Handlungsbedarf

Die bisherigen Überlegungen, für Witzighausen einen Dorfladen oder ein Backhaus, wie auf der schwäbischen Alb, in eine bestehende Immobilie zu integrieren, scheiterten entweder an der geforderten Barrierefreiheit oder den 150 m² Mindestgewerbefläche, die für einen Dorfladen nötig sind. Nun bietet sich die Chance, einen Dorfladen in einen Neubau zu integrieren. Die Sendener Wohnbaugesellschaft (SWSG) baut in Witzighausen sozialen Wohnraum. In einem der neu entstehenden Gebäude sind 200 m² im Erdgeschoss für einen Dorfladen reserviert.

Projektziele und erwartete Ergebnisse

  • Nahversorgung in Witzighausen verbessern und für die Zukunft sichern.
  • Treffpunkt im Ort  zum Austausch und Kennenlernen.
  • Stärkere Identifikation und Zusammenhalt im Dorf.
  • Schaffung von wohnortnahen Arbeitsplätzen.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

  • Planung & Konzeptionierung des Dorfladens.
  • Fertigstellung und Einrichtung des Ladens.
  • Um die Mietkosten so gering wie möglich zu halten ist geplant, dass der Bauträger (die SWSG) den Dorfladen im Rohbauzustand den Betreibern übergibt. Die Fertigstellung des Ladens übernehmen die Witzighauser Bürger dann in Eigenregie.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

 

 

Digital-Natur-Spielplatz Buschele

Daten und Fakten

Träger:                                   Stadt Vöhringen

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     erste Kostenschätzung: 200.000 €

Kosten (netto):                      erste Kostenschätzung: 168.067,23 €

Beantragte Förderung:          erste Kostenschätzung: 168.067,23 €

Eigenanteil:                            erste Schätzung: 115.966,38 €

Projektgebiet:                        Stadt Vöhringen

Umsetzung durch:                  Träger

Partner:                                  IG „Buschele“

                                               Schulen & Kindergärten aus Vöhringen

                                               ggf. Weitere

Voraussichtl. Laufzeit:             2019 - 2020

LES-Handlungsziel/e:             1.1.1  / 3.3.2 / 4.2.3 / 4.3.1 / 5.2

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Eine Elterninitiative aus Wullenstetten wollte das ehemalige Naherholungsgebiet „Buschele“ wiederbeleben und dort einen Digital-Naturspielplatz aufbauen. Diese Bestrebungen wurden allerdings im Dezember 2018 vom Stadtrat Senden abgelehnt. Die Initiatoren stehen aber nach wie vor hinter ihrer Idee und wünschen sich einen naturnahen Spielplatz. Die Suche nach einem neuen Standort führte nach Vöhringen.

Problemstellung und Handlungsbedarf

Es fehlen naturnahe Spielplätze, die Familien, insbesondere Kindern, die Möglichkeit geben, Natur als Erholungs- und Entdeckungsort zu erfahren. Zudem ist das Thema Digitalisierung in Bezug auf die Symbiose von Mensch, Natur und Technik unzureichend beleuchtet und es fehlt an Angeboten, sich in Bildungsprojekten regional mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Projektziele und erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes ist, für Familien mit Kindern bis 10 Jahren in der Region ein neues Naherholungsangebot zu schaffen, das es in der Form noch nicht gibt. Der digitale Naturspielplatz soll auch Ausflugsziel für Schulen, Kindergärten etc. werden. Um dies zu erreichen, soll ein digitaler Waldspielplatz aufgebaut werden. Bestehend aus klassischen Komponenten eines naturnahen Spielplatzes (Holzstämme, Weidenelemente, Wasserelemente etc.) und  digitalen Komponenten, z.B. einem Augmented Reality Waldlehrpfad oder einem Testfeld für ein Microgrid zur lokalen Stromerzeugung nebst Verbrauch. Diese Projekte sollen in Kombination mit Schulen etc. entstehen. Ziel ist es, den Waldspielplatz als dauerhaftes Reallabor für Mensch+Natur+Technik im Zuge der Digitalisierung zu etablieren. Primärfokus bleiben die naturnahe Ausgestaltung und der Waldspielplatz.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

  • Planung und Konzeptionierung des Naturspielplatzes
  • Planung und Konzeptionierung der digitalen Elemente
  • Einrichtung des Naturspielplatzes inkl. digitaler Elemente
  • ggf. teilweise in Eigenleistung (Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen IG „Buschele“)
  • begleitende Öffentlichkeitsarbeit
  • ggf. App-Entwicklung

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Ausstellung Industriegeschichte Weißenhorn

Daten und Fakten

Träger:                                   Maria Theresia Kierndorfer

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     260.788,50 €

Kosten (netto):                      219.150,00 €

Beantragte Förderung:

(30% der ff. Nettokosten)        65.745,00 €

Eigenanteil:                            195.010,50 €

Projektgebiet:                        Stadt Weißenhorn, Gelände des ehemaligen Molfenter Sägewerks

Umsetzung durch:                  Träger

Partner:                                  Stadt Weißenhorn, Kooperation mit dem Heimatmuseum Weißenhorn

                                               angestrebt.

Voraussichtl. Laufzeit:            2019 - 2021

LES-Handlungsziel/e:             2.1.3 / 2.2.1 / 2.2.2 / 2.3.1

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen:

Zwischen Rewe und Fuggerhalle liegt in Weißenhorn die sogenannte Molfenter-Villa in einem Dornröschenschlaf. Das imposante Gebäude ist das letzte, sichtbare Überbleibsel des Molfenter-Sägewerks, das früher auf dem Gelände von Rewe, Fuggerhalle und Städtische Realschule beheimatet war. 2010 wurde die Villa an die Familie Kierndorfer verkauft, mit der Auflage, eine Biergartengastronomie zu eröffnen.

Die Molfenter-Villa steht zudem auf der Liste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege als Baudenkmal.

Problemstellung und Handlungsbedarf:

Die Molfenter-Villa selbst eignet sich leider nicht für die Unterbringung von Gastronomie. Allerdings ist das Grundstück um die Villa herum groß genug für ein weiteres Gebäude. Geplant ist, dieses im Stil einer Industriehalle zu errichten, um den Charme der Zeit, in der die Villa gebaut wurde, dazustellen. In diesem neuen Gebäude wird dann eine Selbstbedienungsgastronomie mit Biergarten eingerichtet. Die Molfenter-Villa selbst wird zu einem Apart-Hotel umgebaut.

Das Thema Industriegeschichte soll aber nicht nur am Gebäude sichtbar werden. Denn neben dem Molfenter-Sägewerk waren in Weißenhorn einige namhafte Firmen ansässig:

  •  Goldwarenfabrik Gebrüder Kurz
  •  Laupheimer Skifabrik
  •  Gutter Traktoren
  •  Kaspar Schultheiß
  •  Zigarrenfabrik Weiße Eule
  •  Zahlreiche Brauereien

  Projektziele und Erwartete Ergebnisse:

  • Darstellung der vielfältigen Industriegeschichte Weißenhorns an einem Originalschauplatz.
  • Erweiterung des gastronomischen Angebots um ein weiteres Highlight, das es so noch nicht gibt.
  • Aufwertung des DonauTäler Radwegs sowie der Gartenparadies-Radrunde, da direkt am Radweg mit einer Selbstbedienungs-Gastronomie und einem Biergarten ein attraktiver Rastplatz entsteht.
  • Kooperation mit dem Heimatmuseum Weißenhorn angestrebt.

  Konkrete Maßnahmen im Projekt:

  • Planung und Konzeptionierung der Ausstellung.
  • Anschaffung von Ausstellungsgegenständen.
  • Restauration/Instandsetzung von Ausstellungsgegenständen.
  • Einrichtung der Ausstellung im Innen- und Außenbereich.
  • Gestaltung des Außenbereichs als Erlebnisraum.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Schaudepot Klosterschätze Elchingen

Daten & Fakten

Träger:                                   Kirchenstiftung St. Peter und Paul, Oberelchingen

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     70.000,00 €

Kosten (netto):                      58.823,53 €

Beantragte Förderung:          29.411,77 €

Eigenanteil:                           40.588,23 €

Projektgebiet:                       Gemeinde Elchingen

Umsetzung durch:                 Träger

Partner:                                 Freunde des Klostermuseums Elchingen e.V.

                                              Gemeinde Elchingen

                                              Landkreis Neu-Ulm

                                              Diözese Augsburg

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 2021

LES-Handlungsziel/e:            2.2.1, 2.2.2

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Im Besitz der Pfarrei Oberelchingen gibt es eine Vielzahl von kloster- und kunstgeschichtlich bedeutenden Objekten, viele in schlechtem Zustand, welche erhalten werden sollten. Die politische Gemeinde stellt das alte Rathaus Oberelchingen für ein Schaudepot  in zwei je 75 m2 großen Räumen zur Verfügung (nach Vorlage eines Finanzierungs- und Betreiberkonzeptes).

Problemstellung und Handlungsbedarf

Zahlreiche Objekte aus der Zeit der Reichsabtei Elchingen sind völlig unzureichend am Dachboden der Kirche bzw. in einem Raum über der Sakristei untergebracht; stark schwankende  klimatische Verhältnisse, hohe Luftfeuchtigkeit, Schimmelbildung => Bemühungen um Erhalt der Objekte, Unterbringung in klimatisch günstigen Aufbewahrungsräumen.

Projektziele und Erwartete Ergebnisse

Erhalt des Klostergutes, Information und Veranschaulichung der Klostergeschichte, Wecken des Interesses bei der Bevölkerung und Besuchern, Wallfahrern oder/und Führungsteilnehmern in der Klosterkirche und durch das Schaudepot.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

  • Erarbeitung eines Ausstellungskonzepts hinsichtlich der Präsentation der Objekte und Raumnutzung.
  • Beginn der Führungslinie bereits in der Klosterkirche durch Ausstellungsstücke, die in einer Vitrine präsentiert werden. Daneben gibt es in der Kirche auch zwei Stelen mit Informationen zur Klostergeschichte und zur Genealogie der Gründerfamilien.
  • Im alten Rathaus: Einbau von Zugregalen, Schränken, Schubfächern, z.T. Verwendung vorhandener Vitrinen, Prüfung eines barrierefreien Zugangs in das Erdgeschoss.
  • Der erste Stock ist ausschließlich für die Deponierung der nicht so ausstellungswürdigen Objekte vorgesehen. Hierzu wird entsprechende Lagertechnik eingebaut.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Fein- und Umsetzungsplanung Premiumspazierwanderwege rund um den Roggenburger Forst

Daten & Fakten

Träger:                                   Donautal Aktiv e.V.

LAG:                                       Schwäbisches Donautal (Federführung)

                                              Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     52.062,50 €

Kosten (netto):                      43.750,00 €

Beantragte Förderung (60%): 26.250,00 €/ 17.500 € Anteil Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Eigenanteil:                           25.812,50 €

Projektgebiet:                       Kommunen rund um den Roggenburger Forst

Umsetzung durch:                 Fachbüro und Partnerkommunen

Partner:                                 Stadt Weißenhorn                            Stadt Ichenhausen

                                              Markt Buch                                       Markt Waldstetten

                                              Gemeinde Roggenburg                    Gemeinde Ellzee

                                              Landkreis Neu-Ulm (Tourismus)       Regionalmerketing Günzburg

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 2020

LES-Handlungsziel/e:            2.1.2 / 2.2.2 / 2.3.1 / 5.4

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen:

Im Bereich des Forstbetriebes Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten wurde 2018 eine Machbarkeitsstudie zum Potential der Region für zertifizierte (Premium-)Spazierwanderwege durchgeführt. Insgesamt wurden von dem Fachbüro Projektpartner Wandern über 30 Routenvorschläge überprüft und hinsichtlich ihrer Eignung bewertet. Insgesamt wurden 17 Routen als machbar (mit der Unterscheidung gut / teils / nur bedingt geeignet) eingestuft.

Problemstellung und Handlungsbedarf:

Bei einem Präsentationstermin im Juni 2018 wurden die Ergebnisse den Projektpartnern vorgestellt. Im Nachgang waren die Kommunen gehalten, die Bereitschaft zur Umsetzung in ihren Gremien abzuklären, parallel dazu wurden alle 17 Routenvorschläge mit den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Günzburg und Neu-Ulm abgeklärt. Letztendlich blieben neun Tourenvorschläge übrig, die nun konkret überplant werden sollen (v.a. endgültige Streckenfestlegung, Beschilderungs- und Möblierungsplanung). Daneben erfolgt die Abstimmung mit Grundstückseigentümern, Nutzergruppen wie Jäger, Fischer …, sowie, soweit notwendig, den Genehmigungsbehörden.

Bereits als Vorbereitung für das weitere Teilprojekt, die Umsetzung der Maßnahmen zur Etablierung von (Premium-)Spazierwanderwegen, wird im Bereich Marketing eine Wort-/Bildmarke entwickelt. Unter dieser „Marke“ sollen sich die einzelnen Wege widerfinden können, auch wenn sie unterschiedliche thematische Ausrichtungen haben. Eine solche „Marke“ ist Voraussetzung für ein gemeinsames überregionales Marketing.

Projektziele und erwartete Ergebnisse:

Mit den Maßnahmen wird die Basis für ein qualitativ hochwertiges Spazierwegenetz geschaffen. Für die betroffenen neun Spazierwanderwege wird letztendlich nach Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen im Rahmen eines Folgeprojektes die Zertifizierung als Premiumspazierwanderwege durch das Deutsche Wanderinstitut angestrebt. Diese Klassifizierung soll eine hohe Qualität auf Spazierwegen sicherstellen. Daneben bietet sich mit der Zertifizierung die Möglichkeit einer touristischen Vermarktung des Spa-zierwegenetzes und damit der Generierung von Wertschöpfung bei den Leistungsanbietern bzw. im Einzelhandel. Derzeit gibt es in Bayern noch keine zertifizierten Premiumspazierwanderwege.

Wie bereits die Machbarkeitsstudie wird die Feinplanung als Kooperationsprojekt der LAGen Schwäbisches Donautal und Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm umgesetzt.

Konkrete Maßnahmen im Projekt:

Beauftragung eines Fachbüros mit der Durchführung der Feinplanung:

  • Feinplanung inkl. Abstimmungstermin mit Projektpartnern (Festlegung endgültige Streckenführungen).
  • Durchführung Schulungstermin örtlicher Akteure (u.a. Kriterien Deutsches Wanderinstitut -> Unterstützung in der Feinplanung).
  • Umsetzungsplanung (Datenaufnahme Beschilderungs- und Möblierungsplanung inkl. Erstellung Leistungsverzeichnisse zur Lieferung Beschilderungs- bzw. Möblierungselemente).
  • Durchführung Präsentationstermin mit Workshop.
  • Abstimmung mit Markenentwicklungs-Auftragnehmer.

Die Aufgaben der Projektpartner im Projekt:

Die im Projekt beteiligten Gemeinden waren bereits in die Planungsphase des Gesamtprojektes sowie in der Vorbereitung der Machbarkeitsstudie maßgeblich einbezogen: Die Tourenvorschläge für die Machbarkeitsstudie stammten größtenteils aus Rückmeldungen der Gemeinden, wozu die Mobilisierung der Bevölkerung vor Ort notwendig war. Die Koordination der Bürgerbeteiligung lag in der Verantwortung der Kommunen, die darüber hinaus als Mittler zwischen Dienstleister und einheimischer Bevölkerung fungierten.

Im Teilprojekt „Fein- und Umsetzungsplanung“ haben die Kommunen folgende Aufgaben:

  • Unterstützung Fachbüro (Bereitstellung einer konkret benannten Kontaktperson).
  • Abstimmung mit Privateigentümern, Forst und Naturschutz, Jagd, etc.

Nach Umsetzung und Ausweisung der Spazierwege sind die Kommunen für den nachhaltigen Unterhalt und die Pflege verantwortlich.

Die Regionalmarketing Günzburg sowie die Tourismusbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm unterstützen ebenfalls die Fein- und Umsetzungsplanung der Spazierwanderwege. In ihrem Aufgabenbereich liegt die spätere Vermarktung der Premiumspazierwanderwege, sollten diese im Rahmen des nachgelagerten Umsetzungsprojektes ausgewiesen und zertifiziert werden.

Donautal Aktiv als Projektträger obliegt die Koordination und Organisation des Projektes, die Überwachung des Zeitplans sowie die Abrechnung mit dem Fördergeber.

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Sortensicherung und –erhalt Nordschwaben: Teilprojekt „Aufbau eines regionalen Erhaltungsgartens beim Kreismustergarten Weißenhorn

Daten & Fakten

Träger:                                   Landkreis Neu-Ulm oder Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm e.V.

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm

Kosten (brutto):                     29.750 €

Kosten (netto):                      25.000 €

Beantragte Förderung (60%): 15.000 €

Eigenanteil:                           14.750 €

Projektgebiet:                       Kreismustergarten Weißenhorn

Umsetzung durch:                 Kreisfachberater Obst- und Gartenbau

                                              Landschaftsbauer

Partner:                                 Bezirksverband der Gartenbauvereine in Schwaben

                                              Kreisverbände für Obst- und Gartenbau in den beteiligten Regionen

                                              Örtliche Obst- und Gartenbauvereine

                                              Vereine / Initiativen des Naturschutzes

                                              Eigentümer / Bewirtschafter alter Obstbäume

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 30.06.2022

LES-Handlungsziel/e:            2.2.2 / 4.3.1 / 5.4

 

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Das Projekt soll auf das derzeit laufende Kooperationsprojekt „Streuobsterfassung Nordschwaben“ aufbauen. Im Rahmen der Streuobsterfassung wurden bereits 2858 Apfel- und Birnenbäume erfasst, davon 1176 im Landkreis Neu-Ulm. Registriert wurden 167 bekannte Apfel- und 46 bekannte Birnensorten. 35 Apfel- und 8 Birnensorten waren unbekannt. Unter den erfassten Sorten finden sich auch viele regionaltypische Sorten, die mehr oder weniger gefährdet und erhaltenswert sind. Ein Highlight der bisherigen Erfassung war die Wiederentdeckung der als verschollen geltenden Apfelsorte „Henzens Parmäne“ an einem Baum bei Reutti.

Das nun geplante Folgeprojekt ist  in zwei Teile aufgebaut. In dem vorliegenden, regionalen Teil geht es um den Aufbau eines langfristigen Erhaltungsgartens beim Kreismustergarten in Weißenhorn. In einem nordschwabenweiten Overhead-Teil geht es um den Aufbau einer Sichtungssammlung in der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters (s. Projektbeschreibung Sichtungsgarten Schlachters).

Problemstellung und Handlungsbedarf

Die Erfassung hat bereits gezeigt und wird sicher noch in den kommenden Erfassungsperioden zeigen, dass es viele Apfel- und Birnenschätze im Landkreis Neu-Ulm gibt. Die Erfassung dieser regionalen Sortenvielfalt kann aber nur der erste, notwendige Schritt sein. Wichtig ist es nun, auf die Erfassung aufzubauen und gefährdete Apfel- und Birnensorten zu sichern und zu erhalten.

Die Erhaltung in den Regionen soll dabei langfristig angelegt sein, d.h. auf Hochstämmen erfolgen, die lange leben und sich später auch zur Vermehrung der Sorten eignen. Dafür steht im Landkreis Neu-Ulm eine Fläche beim Kreismustergarten Weißenhorn zur Verfügung.

Projektziele und erwartete Ergebnisse

Der regionale Erhaltungsgarten hat Folgendes zum Ziel:

  • Regionaltypischen Sorten zu erhalten.
  • Die Sorten langfristig als Kulturgut zu erhalten.
  • Die Sorten langfristig als Genpool für eventuelle züchterische Initiativen zu erhalten.
  • Sensibilisierung und Wissensvermittlung an die Bevölkerung über alte regionaltypische Apfel- und Birnensorten.
  • Sensibilisierung für die Artenvielfalt im Kernobstbereich.
  • Animierung für die Verwendung alter Sorten im privaten, gewerblichen oder kommunalen Umfeld.
  • Die wichtige Forschungs- und Erhaltungsarbeit, die in Schlachters auch für unsere Region erbracht wird, sichtbar und begreifbar zu machen.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Für den Aufbau des Erhaltungsgartens beim Kreismustergarten Weißenhorn sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Pflanzen der Bäume (Stammbildner) für erhaltungswürdige Sorten (ca. 50 Stück).
  • Veredelung der Bäume mit erhaltungswürdigen Sorten.
  • Beschilderung der Bäume.
  • Anlage eines Parkplatzes.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere regionale Erhaltungsgärten werden in den Landkreisen Günzburg, Dillingen, Donau-Ries und Aichach-Friedberg angelegt.

Bewilligt, Umsetzung läuft.

Kulturlandschaft Untere Iller erleben

Daten & Fakten

Träger:                                   Bayerische Elektrizitätswerke (BEW) GmbH

LAG:                                       Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ul

                                              Kneippland Unterallgäu

Gesamtkosten (brutto):         479.171 €

Förderfähige Kosten (netto): 402.665 €

Beantragte Förderung (60%): 241.599 €, davon entfallen 204.928 € auf die LAG Regionalentwicklung

                                              Landkreis Neu-Ulm und 36.671 € auf die LAG Kneippland Unterallgäu

Eigenanteil:                           237.572 €

Projektgebiet:                       Iller zwischen Buxheim und Vöhringen

Umsetzung durch:                 Träger

Partner:                                 Gemeinden Buxheim, Fellheim und Pleß

                                              Märkte Kellmünz und Altenstadt

                                              Städte Illertissen und Vöhringen

                                              Landkreise Neu-Ulm und Unterallgäu

Voraussichtl. Laufzeit:           2019 - 2021

LES-Handlungsziel/e:            2.1.1 / 5.4

Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

In der vergangenen LEADER-Förderperiode erfuhr der Illerradweg eine Wiederbelebung. Dabei wurde nicht einfach ein Radweg instandgesetzt, sondern eine qualitative Entwicklung angestoßen. Sichtbar ist diese in der vier-Sterne Zertifizierung durch den ADFC. Seit 2016 verbindet der Illerradweg nun wieder durchgängig Oberstdorf mit Ulm und dazwischen zahlreiche Kommunen miteinander.

Der Illerradweg ist als Basis der Entwicklung des Flussraums Iller zu verstehen. Dieser ist mit dem Radweg nicht abgeschlossen, sondern wurde damit erst begonnen. Das zeigt sich bereits in weiterführenden Projekten, die an der Oberen Iller bereits realisiert wurden oder sich gerade in Umsetzung befinden: „Flussraum Iller – Wasserkraft und Natur am Allgäuer Illerdurchbruch erleben“ und „Themenradweg: Natur und Technik im Illerwinkel“. Beide Projekte tragen dazu bei, die Iller als Ausflugsziel attraktiv zu machen und den Illerradweg um erlebnisorientierte Angebote zu ergänzen.

Neben dem Illerradweg wurde 2018 eine weitere Entwicklung an der Iller angeregt. Mit „Agile Iller“ fördern die Länder Baden-Württemberg und Bayern die Renaturierung des Flusses. Angestoßen und unter Federführung der Wasserwirtschaftsämter Kempten und Donauwörth sowie des Regierungspräsidiums Tübingen fokussiert sich die „Agile Iller“ direkt auf die ökologische Entwicklung des Gewässers. Grundlage für die Maßnahmen sind dabei die Vorgaben und Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Problemstellung und Handlungsbedarf

Die qualitative Weiterentwicklung des „Flussraum Iller“ soll nun an der Unteren Iller fortgeführt werden.

Gerade im Bereich der Unteren Iller zwischen Fellheim und Illertissen ist der Illerradweg unattraktiv (insbesondere am Ostufer): Schnurgerade fließt die Iller -mehr als Kanal denn als Fluss- dahin. Steile Ufer trennen Radler und Fluss voneinander. Hinzu kommt, dass Radweg und Fluss an den Orten vorbeifließen, Verbindungen und Abstecher in die Orte hinein gibt es nicht.

Zumindest die Begradigung und Eintiefung der Iller soll in den kommenden 10 Jahren mit dem Programm „Agile Iller“ in Teilstrecken und dort, wo es die Radbedingungen zulassen, korrigiert werden. Der Iller soll wieder mehr Raum gegeben werden, der Fluss wieder Fluss sein dürfen.

Die Wasserwirtschaft hat dabei allerdings nur den Fluss selbst im Blick. Naherholung oder Tourismus spielen bei den Maßnahmen der Agilen Iller keine Rolle. Für die Gemeinden bietet sich jetzt die Chance, die Entwicklung mit aufzugreifen und um für sie wichtige Punkte zu ergänzen. So kommen Ökologie, Naherholung und Tourismus zusammen.

Projektziele und erwartete Ergebnisse

Hauptziel des Gesamtprojekts „Flussraum Iller“ ist es, die Iller als Naherholungsort und für den Tourismus, insbesondere auch für die Bewohner der angrenzenden Kommunen,  attraktiv zu machen und den Fluss wieder näher zum Menschen zu bringen. Dieses Ziel kann allerdings nicht auf einmal erreicht werden. Mit den beiden Projekten im Ober- und Unterallgäu wurde ein Anfang gemacht, nun folgt das vorliegende Projekt und weitere sollen folgen.

Ein weiteres, wichtiges Anliegen in dem Projekt ist die Zusammenarbeit aller Akteure am Fluss: Gemeinden, Wasserkraftbetreiber und Wasserwirtschaft setzen sich gemeinsam für eine Entwicklung der Iller ein.

Hauptziel des vorliegenden Projektantrags ist die Etablierung von Themenrunden für Radfahrer und Spaziergänger entlang des Illerradwegs, die das Thema „Kulturlandschaft Untere Iller“ aufarbeiten sowie die untere Iller für Besucher und Bewohner erlebbar machen und letztendlich über die historischen, kulturellen und ökologischen Besonderheiten der Region zu informieren.

Die Themenrunden und Erlebnisstationen tragen zur Erreichung folgender Ziele bei:

Naherholung und sanfter Tourismus:

Iller zugänglich und erlebbar machen durch Uferaufweitung und naturnahe Ufergestaltung.

Illerradweg qualitativ aufwerten und um passende Themenrunden ergänzen.

Uferaufweitungen und ein Erlebnissteg in Altenstadt machen die Iller für die Besucher wieder zugänglich. Der bisher in seinem natürlichen Bild stark veränderte Fluss (begradigtes Flussbett und steile Ufer), wird wieder erlebbar und lädt zur Erholung am Wasser ein. Zudem entstehen Verbindungen zu den Kommunen.

Das Projekt wird in das bestehende Radwegenetz eingebunden. Somit wird das Wegenetz durch naturnahe Rastmöglichkeiten und Blickschneisen aufgewertet.

Umweltschutz und Renaturierung:

Den Fluss ökologisch aufwerten, Rückzugs- und Lebensräume für Flora und Fauna (wieder)herstellen.

Die Gestaltung der abgeflachten Ufer orientiert sich an dem Charakter eines ursprünglichen Flusses. Die neu gewonnenen Kiesflächen bieten Lebensraum für heimische Flora und Fauna sowie Laichhabitat und Brutplatz für Fische. Ferner kann der Fischbesatz an den hinzugewonnenen Flächen mit einem geringeren Aufwand und damit ohne „Eingriff“ in den Bewuchs erfolgen.

Die Kiesflächen liefern zudem einen Beitrag zum Geschiebehaushalt und damit zur Stabilisierung des Flussbetts.

Neue Wege der Zusammenarbeit

Gemeinden und Menschen miteinander verbinden und Austausch fördern.

Kooperation mit den Kommunen und Ergänzung des Programms „Agile Iller“.

Lenkung, Umweltbildung und Sensibilisierung

Den Menschen Natur und Kultur vermitteln und sie dafür sensibilisieren.

Den Besuchern wird die Iller wieder nahe gebracht. Sie werden somit für ihre Heimat und Umwelt sensibilisiert. Denn: „Erst was man kennt schützt man auch.“ Die zugänglichen Stellen am Fluss bieten sich bestens als Informationspunkte für Umweltbildung an und können die Besucher auf kulturhistorische als auch natürliche Besonderheiten aufmerksam machen.

Die Menschen werden konzentriert auf diese Punkte am Wasser gelenkt und somit von anderen, sensiblen Naturbereichen weggeleitet. Wo zuvor mühsam ein Weg zum Wasser durch verwilderte Uferstreifen gesucht werden musste, gelangen Besucher nun dort hin, ohne wertvolle Schutzzonen zu stören.

Durch neue Medien breitere Zielgruppen begeistern

Informationstafeln zum Zweck der Umweltbildung sind anfällig für Vandalismus und werden von bestimmten Zielgruppen oftmals kaum beachtet. Durch eine Pano-Tour, mit der eine virtuelle Befliegung der Region möglich ist, sollen neue Zielgruppen angesprochen und über Besonderheiten informiert werden. Neue Medien werden damit sinnvoll zur Wissensvermittlung und zum Bewegungsanreiz (Radfahren) eingesetzt. Themen zur Umweltbildung und Informationsvermittlung können schnell und kostengünstig im System aktualisiert werden.

Konkrete Maßnahmen im Projekt

Das Projekt gliedert sich in einen Overhead- und einen Einzelmaßnahmen-Teil. Die Einzelmaßnahmen in den jeweiligen Kommunen wurden von diesen gemeinsam mit der BEW entwickelt. Keine Maßnahme ist von der anderen abhängig, jede Kommune soll im Rahmen des Projekts das verwirklichen, was sie leisten kann und möchte, sowie das, was für sie Sinn macht. Die konkreten Maßnahmen im Projekt stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Overhead: Entwicklung Themenrunden

  • Für die sieben Partnergemeinden Vöhringen, Illertissen, Altenstadt, Kellmünz, Fellheim, Pleß und Buxheim soll jeweils mindestens eine Themenrunde konzipiert und gestaltet werden.
  • Die Themenrunden werden im Rahmen des Projektes festgelegt und beschildert. Ferner werden sie durch eine Pano-Tour virtuell erlebbar sein (virtuelle Befliegung über das Smartphone via QR-Code ansteuerbar).
  • Entlang der Themenrunden werden radgerechte Sitzgruppen mit Anlehnbügeln installiert.
  • Öffentlichkeitsarbeit, Bewerbung der Themenrunden.

Erlebnisstationen in den Kommunen: Diese sollen die Erlebbarkeit der Themenrunden steigern und Besonderheiten der Kommune hervorheben.

Buxheim

  • Wasserspielelement
  • Landschaftsrahmen

Fellheim

  • Naturnahes Ufer: Zugang für den Menschen und Lebensraum für Kiesbrüter
  • Hingucker-Rohr

Pleß

  • Wasserspielelement
  • Landschaftsrahmen

Altenstadt

  • Erlebnissteg: Übergang für Radfahrer und Fußgänger über den UIAG-Kanal, Anbindung der Kommunen an den bestehenden Iller-Radweg.
  • Hingucker-Rohr
  • Obst-/Blumenwiesen (evtl. Plätze mit Baum des Jahres)

Der mit Abstand größte Baustein des Projekts wird ein Erlebnissteg bei Altenstadt sein. Dieser soll die Iller mit der Staatsstraße 2031 auf Höhe Untereichen verbinden. Die Bedeutung des Steges ergibt sich aus der Sperrung der Brücke nördlich des E-Werks Untereichen. Damit gibt es nun keinen Übergang mehr für Fuß-gänger und Radfahrer zwischen Jedesheim und Altenstadt. Der Steg bildet somit die Grundlage für die neue Themenrunde, die zum Radeln und spazieren gehen rund um Altenstadt und Illerradweg einladen soll.

Für eine attraktive Aufwertung des Flussraums Iller sind Übergänge zudem unabdingbar, da sie die wech-selweise Befahrung der Iller (Westufer / Ostufer) ermöglichen. Der offizielle Illerradweg wird zwischen Kirch-dorf und Vöhringen am Westufer geführt. Damit profitieren die Orte am Ostufer ohne Übergänge nicht von dem vier-Sterne Radweg. Mit dem Bau des Steges ergibt sich nun die Möglichkeit auch die Orte im Unteren Illertal fahrrad- und wandertechnisch zu erschließen.

Illertissen

  • Machbarkeitsstudie Uferaufweitung: Geländeprüfung, Planunterlagen, Kostenschätzung
  • Wildtier- und Pflanzen-Lehrpfad: Konzeptionierung, Gestaltung, Umsetzung

 

Status:

Bewilligt, Umsetzung läuft.