Gemeinsam Ideen Zukunft geben

Die 15. Sitzung der LAG-Steuerungsgruppe - erstmals virtuell

Am 21.04.2021 fand die 15. Sitzung der LAG-Steuerungsgruppe statt, erstmalig virtuell per Videokonferenz. Das Gremium des Vereins Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm e.V. trifft Entscheidungen zu Projekten aus dem Landkreis Neu-Ulm, die eine LEADER-Förderung beantragen möchten.

Im Sitzungsverlauf befürwortete das Gremium der LAG-Steuerungsgruppe zwei vorgestellte Einzelprojekte und zwei Kooperationsprojekte. Eine finale Beschlussfassung der jeweiligen Förderanträge soll in einer der nächsten Steuerungsgruppensitzungen erfolgen. Das erste Einzelprojekt "Machbarkeitsstudie für Rundwanderwege zum Thema 'Wald und Wasser erleben'", hofft auf eine Förderung von 5.000 Euro. Die Studie soll einen Abschlussbericht als Grundlage für die Entscheidung zur weiteren Umsetzung des Gesamtprojekts herbeiführen. Der Mehrwert für die Region sind die Aktivierung des vorhandenen Wegepotentials, die Inwertsetzung des kulturellen Erbes, die Steigerung des touristischen und freizeitlichen Potentials sowie die Verknüpfung von sportlichen und (umwelt-)bildnerischen Freizeitangeboten.

Das zweite Einzelprojekt „Illertissen blüht! - Umweltbildung anhand extensiv genutzter, kommunaler eh da-Flächen“, bewarb sich ebenfalls eine LEADER-Förderung. Mit dem Eintritt in die deutschlandweite Initiative "Deutschland summt!" hat sich Illertissen offiziell dem Bienen- und Insektenschutz verpflichtet. Erklärtes Ziel ist nun der Ausbau bzw. das Schaffen von Lebensraum und ganzjährigem Nahrungsangebot für Insekten, Vögel und Kleintiere. Öffentlich zugängliche, ökologische Grünflächen sollen gestaltet und bewirtschaftet, Informations- und Lehrtafeln errichtet sowie Schulungsmöglich-keiten angeboten werden. Das Vorhaben soll Vorbild für die Bewirtschaftung von eh da-Flächen für andere Kommunen sein.

Die Landkreise Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm planen mit dem Kooperationsprojekt "Schwaben.Donau.2030: Netzwerke, Infrastruktur und Marketing im Tourismus" (Arbeitstitel) ein landkreisübergreifendes Tourismuskonzept erstellen zu lassen. Die Landkreise arbeiten bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen, überregional bedeutsamen Tourismusprojekten zusammen.  Diese Zusammenarbeit soll nun weiter verstärkt und intensiviert werden. Um eine erhöhte Wahrnehmbarkeit als touristische Region herzustellen, ist es Ziel des Projektes, eine gemeinsame Tourismusstrategie der drei Landkreise zu entwickeln.

Das zweite Kooperationsprojekt mit dem Titel "Flusslandschaften in Schwaben erleben 2.0" wird umgesetzt mit der LEW Wasserkraft GmbH. An dem landkreisübergreifenden Projekt sind zwölf Städte und Gemeinden beteiligt. Mit der Regulierung der Flüsse Donau, Wertach, Günz und Iller verfolgte man in erster Linie wirtschaftliche Interessen und zielte auf Landgewinnung und einen verbesserten Hochwasserschutz ab. Der Zugang zu den Flüssen, für Mensch und Ökologie, wurde erschwert bzw. war nicht erwünscht. Inzwischen wurde jedoch erkannt, dass die Flüsse mehr können als rein wirtschaftliche Interessen erfüllen. Deshalb arbeiten nun Wasserkraftwerkbetrieber, Kommunen und weitere Akteure zusammen, um vergangene Fehler zu beseitigen und die aktuelle Situation zu verbessern. Den Flüssen soll wieder mehr Raum gegeben, den Menschen wieder zugänglich gemacht und die Gewässer ökologisch aufgewertet werden. Das gesamte Projekt ist modular aufgebaut; das heißt, die Städte und Gemeinden haben gemeinsam mit der LEW Maßnahmen besprochen und priorisiert. So entstehen für jede Kommune unterschiedliche Module, die im Rahmen des Projekts umgesetzt werden sollen.

Im Rahmen der 5. Auswahlrunde von Einzelmaßnahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengage-ment" darf sich die Initiative "Haus der Nachhaltigkeit" über einen Zuschuss in Höhe von 1.480 Euro für ihre Maßnahme "Soziokratie - Neue Möglichkeiten für mehr bürgerschaftliches Engagement" freuen. Der Zuschuss soll zur Finanzierung eines Grundlagenseminars dienen. Das Haus der Nachhaltigkeit ist ein Zusammenschluss von Engagierten und Begeisterten, die gemeinsam einen Ort und Angebote für Nachhaltigkeit in Neu-Ulm, Ulm und der Region entwickeln.

Fazit: Es gibt nach wie vor viele Ideen in der Region, denen durch LEADER Zukunft gegeben werden soll. Neue Ideen und deren Ideengeber sind in der Geschäftsstelle in Weißenhorn jederzeit willkommen.