Gemeinsam Ideen Zukunft geben

Alexandra Bohner übernimmt LAG-Geschäftsführung

Die LAG-Geschäftsstelle in Weißenhorn ist wieder voll besetzt. Am 1. April 2020 hat Alexandra Bohner die Geschäftsführung des Vereins „Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm e.V.“ übernommen. Sie tritt die Nachfolge der ehemaligen Geschäftsführerin Marina Kuhn an, die den Verein seit seiner Gründung leitete, aber Ende des letzten Jahres eine Stelle in ihrer Heimat, dem Allgäu, angenommen hat. Der Verein ist Träger der gleichnamigen Lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Sinne des EU-Förderprogramms LEADER („Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“). Mit dem Ziel der nachhaltigen, regionalen Entwicklung umfasst das LAG-Gebiet alle 17 Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Neu-Ulm, in dem ca. 174.000 Einwohner auf einer Fläche von ca. 515 km² leben.

 

Alexandra Bohner absolvierte zunächst ein Duales Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt auf Messe-, Kongress- und Eventmanagement. Während und nach ihrem Masterstudium in Tourismus und Regionalplanung – Management und Geographie arbeitete sie als Projektmanagerin für den Bereich Mobilität bei der Donaubüro gGmbH Ulm/Neu-Ulm. „Ich blicke dankbar auf diese spannende Zeit zurück und bin stolz darauf, einen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität entlang der Donau geleistet zu haben“, so Bohner. „Ich merkte jedoch auch, dass es mich langfristig auf die regionale Ebene und die Entwicklung vor Ort zieht.“ Als überzeugte Europäerin freut sich Alexandra Bohner nun, den Menschen im Landkreis Neu-Ulm mittels der LEADER-Fördergelder ein Stück europäische Union erlebbar zu machen. „Ich bin begeistert von den kreativen Ideen und dem bürgerschaftlichen Engagement im Landkreis Neu-Ulm und freue mich, Teil dieser nachhaltigen regionalen Entwicklung zu sein.“ Neben der Geschäftsführung des Vereins fungiert Alexandra Bohner vor allem als Beraterin für Projekte und steht Projektantragsstellern und -trägern in der Region von der Skizze bis zur Abrechnung zur Verfügung.

 

„Die kommenden Monate werden besonders spannend“, so Bohner. Sie zielt damit auf das bevorstehende Ende der aktuellen LEADER-Förderperiode (2014-2020) ab und auf die Vorbereitung zur Neubewerbung des Landkreises  auf die kommende Förderperiode 2021-2027. „Hier haben wir die Möglichkeit, Bewährtes fortzuführen aber auch neue und innovative Ideen einzubringen und darauf aufzubauen.“ Bis Ende des Jahres 2020 können noch Projekte bewilligt werden, um die restlichen Mittel abzuholen. Gemäß der Lokalen Entwicklungsstrategie werden die Projekte eingeordnet und bewertet. Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien finden sich unter www.leader-neu-ulm.de.

 

Landrat Thorsten Freudenberger heißt die neue Geschäftsführerin in seiner Funktion als Vorsitzender des LEADER-Vereins für Regionalentwicklung herzlich willkommen und wünscht ihr für die anstehenden Aufgaben alles Gute und viel Erfolg. „Wir freuen uns, dass wir mit Alexandra Bohner eine engagierte und motivierte Mitarbeiterin erhalten haben. Aufgrund ihrer Erfahrungen ist sie eine wertvolle Bereicherung und wird sicherlich alle Aufgaben tatkräftig angehen.“ Gleichzeitig gilt sein Dank auch Marina Kuhn für die wertvolle Arbeit, die sie in den vergangenen Jahren geleistet hat. Unter ihrer Leitung wurden 3.127.683 Euro in 25 Projekte investiert, darin enthalten sind 1.352.123 Euro LEADER-Fördermittel.  Dazu zählen zum Beispiel die Radrundtouren im Landkreis Neu-Ulm, der Meditationsgarten im Kloster Roggenburg und die Erfassung alter Apfel- und Birnensorten. Alle Projekte gibt es unter http://www.leader-neu-ulm.de/projekte/

 

„Marina Kuhn hat entscheidend zur Entwicklung des Vereins beigetragen und dadurch, dass sie als erste Geschäftsführerin diese Aufgabe übernommen hat, viele Dinge ins Rollen und in Bewegung gebracht. Darauf lässt sich nun aufbauen.“

 

Alexandra Bohner blickt der kommenden Zeit positiv entgegen und freut sich als kulturinteressierte Wander- und Radfahrerin darauf, den Landkreis aus der Perspektive der bereits geförderten LEADER-Projekte kennenzulernen.